Winterthur

Chalverat gelingt ein Hattrick

Es war ein Arbeitssieg, aber einer mit Stil. Die Red Ants schlugen den Aufsteiger Frauenfeld dank einer hundertprozentigen Erfolgsquote im Überzahlspiel 5:2.

3 Tore in 6 Minuten: Céline Chalverat fühlte sich auf ihrer angestammten Position im Sturm wohl.

3 Tore in 6 Minuten: Céline Chalverat fühlte sich auf ihrer angestammten Position im Sturm wohl. Bild: Damian Keller

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Fünf Spielerinnen Frauenfelds und Cheftrainer Mark van Rooden waren früher bei den Red Ants aktiv. Geschenke brachten die Ehemaligen aber nicht nach Winterthur. Im ersten Drittel hielten die Thurgauerinnen gut dagegen, sodass den durchgehend mit drei Linien agierenden Red Ants nur ein Treffer gelang. Dass an den drei Blöcken auch nicht gerüttelt wurde, als Alexandra Frick schon früh mit einer Blessur am Kopf ausfiel, ist der Rückkehr Tanja Bühlers zu verdanken. Die 24-jährige Nationalmannschaftsverteidigerin stiess wie vor Saisonbeginn vereinbart nach ihrem studiumsbedingten Aufenthalt in Malmö wieder zum Team – und ermöglichte es so Céline Chalverat, von der ungeliebten Position in der Abwehr wieder in den Sturm vorzurücken.

Im zweiten Drittel machte sie davon voll Gebrauch: Nach Frauenfelds Ausgleich lieferte Chalverat einen klassischen Hattrick ab. «Es war klar, dass ich aufgrund der Verletzten hinten aushelfe – aber meine Position ist es halt nicht», sagte Chalverat. «Ich kann mich daran erinnern, gegen Piranha einmal drei Tore geschossen zu haben – aber das war mein erster echter Hattrick», freute sie sich über die drei Treffer innerhalb von sechs Minuten.

Zwei davon erzielte sie ziemlich unbedrängt im Powerplay. «Ich war selber überrascht, wie viel Platz ich dabei hatte», so die Stürmerin. Als Margrit Scheidegger in der 45. Minute auch die dritte Überzahlgelegenheit ausnützte, war mit dem 5:2 die Entscheidung gefallen. Den Rest der Partie brachten die Red Ants abgeklärt und geduldig über die Bühne.

Neue Alternativen

Beim Malmö FBC, dem aktuell Achten der schwedischen «Superligan», war Tanja Bühler mit einer Ausnahme in allen Partien zum Einsatz gekommen. In ihrer Abschiedspartie im Dezember wurde sie gar zur besten Spielerin des Tages gewählt. Nach ihrem Saisondebüt im Dress der Winterthurerinnen war sie zufrieden mit dem, was sich in der Zwischenzeit getan hatte: «Es freut mich, dass die Red Ants während meiner Abwesenheit einen starken Teamspirit entwickelt haben. Das war letzte Saison leider nicht immer der Fall.» Ihre Rückkehr verleiht der Defensive mehr Sicherheit und bietet neue Alternativen – etwas, das angesichts des schmalen Kaders im bisherigen Saisonverlauf eines der Hauptprobleme war.

Dass sich die Red Ants vom letzten Platz auf eine Position vorgekämpft haben, wo sie nur noch zwei Punkte vom von Zug United gehaltenen vierten Rang trennen, hat auch Bühler realisiert. «Diesen Rang wollen wir holen – und es dann in den Playoffs besser machen als letzte Saison», blickt sie bereits voraus. Vorerst steht aber ein anderes Highlight im Vordergrund – der Cup-Halbfinal gegen Dietlikon vom kommenden Samstag. ()

Erstellt: 09.01.2017, 20:35 Uhr

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