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«Dann soll er das Ticket an einen echten Fan weitergeben»

Sammelte Kränze wie kaum einer: Hans-Peter Pellet, hier in seiner Heimat am Schwarzsee. Foto: Ruben Wyttenbach / 13Photo

Wer wird am Sonntag in Zug Schwingerkönig?

Kilian Wenger? Er hat doch seit seinem Königstitel 2010 kaum mehr was gerissen.

Warum ist das so wichtig? Am Samstagabend erholt man sich, und am Sonntagmorgen geht es in alter Frische wieder los.

Das sagt ausgerechnet Hans-Peter Pellet, der Mann der Brachialattacke!

Neben Wicki hoffen die Innerschweizer auf Pirmin Reichmuth, der mit seinem Kurz-Übersprung ebenfalls spektakulär schwingen kann.

Wo sehen Sie technischen Nachholbedarf?

Spitzenschwinger trainieren heute unter professionellen Bedingungen, etwa in Magglingen. Hätte Sie das nie gereizt?

Warum hat es für Sie nie zum König gereicht?

Nie gehadert, nicht dem Berner Verband anzugehören? Bei der Einteilung wäre Ihnen mancher Brocken erspart geblieben . . .

Aber manchmal ist das Schwingen schon unfair.

2007 in Aarau hatten Sie den späteren König Jörg Abderhalden auf dem Rücken – fast . . .

Videobeweis im Schwingen – wäre das etwas?

Ihr Sohn schwingt auch. Erstaunlicherweise steigt die Anzahl der Jungschwinger kaum an – trotz Schwingboom.

Zugleich ist das Schwingen eine Karriereoption geworden für junge Männer.

Am «Eidgenössischen» macht sich eine Monokultur breit. Gehörten früher noch Wettheuen oder Kugelstossen dazu, sind heute nur noch die Steinstösser neben den Schwingern dabei. Auch für die Hornusser hat es in Zug keinen Platz mehr.

Es waren nur wenige Tickets im Handel fürs «Eidgenössische».

Nöldi Forrer hat Ihnen den Rekord der meisten Kränze abgeluchst und steht bei 147. Forrer würden Sie schon noch packen heute, oder? Oder zumindest stellen.