BMX

David Graf stürzt im WM-Final

An der BMX-WM im belgischen Heusden-Zolder war der Winterthurer David Graf auf Medaillenkurs. Er stürzte aber im Final unverschuldet und wurde nur Siebter.

Dem Winterthurer David Graf fehlte an der WM das Wettkampfglück.

Dem Winterthurer David Graf fehlte an der WM das Wettkampfglück. Bild: Freshfocus

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Für David Graf ist die Weltmeisterschaft im belgischen Heusden-Zolder nicht nach nach Wunsch verlaufen. Zwar gewann der Winterthurer bis zum Final alle seine Läufe, doch dann belegte der WM-Dritte von 2015 wegen eines Sturzes nur Rang 7. Es gewann der Niederländer Twan van Gendt vor seinem Landsmann Niek Kimmann und dem Franzosen Sylvain André. Der Romand Renaud Blanc schied im Halbfinal aus und wurde als 16. klassiert. Für den Thurgauer Cédric Butti (25.) und den Mönchaltorfer Simon Marquart (27.), die wie Graf für den Winterthurer Verein Powerbike fahren, war bereits im Achtelfinal Endstation.

«Ich hatte eine Medaille fast auf sicher. Sie dann zu verlieren, ohne dass man wirklich einen Fehler gemacht hat, ist hart»David Graf

Graf hatte sich zweifellos mehr ausgerechnet, nachdem er die Konkurrenz im Achtel-, Viertel- und Halbfinal beeindruckt und im Halbfinal gar die Bestzeit aufgestellt hatte. Doch im Final wurde er kurz vor der zweiten Kurve, an zweiter Stelle liegend, vom Franzosen Joris Daudet in der Luft touchiert. Beide Fahrer kamen zu Fall und die Medaillenträume waren dahin.«Ich hatte eine Medaille fast auf sicher. Sie dann zu verlieren, ohne dass man wirklich einen Fehler gemacht hat, ist hart», meinte Graf.

Das Wettkampfglück fehlt

Trotz des Rückschlags bleiben die Olympischen Spiele 2020 in Tokio Grafs Ziel. An der Form oder am Potenzial liegt es beim 29-Jährigen nicht, «obwohl ich unter diesen Jungs mit Abstand der Älteste bin», wie er zugibt. «Aber auf der Weltbühne habe ich dieses Jahr vier Halbfinals gewonnen.»

Was Graf im Moment fehlt, ist das Wettkampfglück. Schon an der EM vor drei Wochen in Lettland ist er im Final gestürzt, damals freilich aus eigenem Verschulden. In Tokio aber gebe es ein ganz anderes Rennen. «Die Strecke in Japan ist bedeutend länger. Hier war alles sehr eng beieinander. Nach der ersten Kurve waren die Positionen eigentlich bezogen.»

Marquart und Butti im Achtelfinal

In Heusden-Zolder war eigentlich auch Marquart gut unterwegs. In den Vorläufen fand er wie gewünscht seinen Rhythmus, «aber im Achtelfinal war ich zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich kann nicht einmal sagen, ich hätte einen Fehler gemacht. Ich konnte die Ideallinie nicht fertigfahren und wurde nur Sechster.»

Ganz zufrieden mit seinem Ergebnis war Cédric Butti. An seiner ersten WM in der Elite verfehlte der 20-jährige Powerbike-Fahrer aus Herdern den Viertelfinal nur um vier Tausendstel. «Weil es regnete und die Piste rutschig war, fuhren alle sehr vorsichtig», beschrieb er seinen Achtelfinal-Lauf, den er als Fünfter beendete. «Es wurde eng und ich wusste nicht genau, auf welchem Platz ich überhaupt war. Doch am Ende wurde es sehr knapp.»

Erstellt: 28.07.2019, 10:20 Uhr

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