Unihockey

Dem Favoriten alles abverlangt

Nach einem Fehlstart kämpften sich die Red Ants im Cup-Halbfinal gegen Dietlikon in die Partie zurück, unterlagen demFavoriten aber letztlich 4:7. In der Liga gelang dagegen der Vorstoss auf den 4. Rang.

Die Red Ants machten Druck: Hier stösst Nicole Mattle (rechts) nach vorne.

Die Red Ants machten Druck: Hier stösst Nicole Mattle (rechts) nach vorne. Bild: Urs Kindhauser

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Keine zwei Minuten waren gespielt, als Dietlikon bereits 2:0 führte. Ann-Sofie Sundholm und Tanja Stella schienen die Weichen zugunsten des Favoriten früh auf Sieg zu stellen. «Wir sprachen in der Garderobe davon, was wir können – und was wir besser können als der Gegner. Mit diesem Selbstvertrauen stiegen wir in die Partie», verriet Dietlikons Nationaltorhüterin Monika Schmid. Doch ganz so einfach wurde die Angelegenheit dann doch nicht. Die Red Ants zeigten sich ob des Fehlstarts unbeeindruckt schafften noch im Startdrittel durch Michaela Mlejnkova den Anschluss. Im zweiten Abschnitt des hochstehenden Duells waren die Winterthurerinnen sogar das bessere Team – belohnt wurde die beste Teamleistung der Saison jedoch nicht, war es doch Karin Güttinger, die nach einer unübersichtlichen Situation im Slot am schnellsten reagierte und einen Prellball zum 1:3 versenkte.

Dies war aber nur der Auftakt zu einem turbulenten Schlussdrittel. Erst traf Jael Koller per Weitschuss und in der 51. Minute begann der Cup-Halbfinal nach Nicole Mattles Ausgleich zum 3:3 wieder von vorne. Dieser «Neustart“ verlief jedoch genau gleich wie der Beginn des Spiels – mit zwei schnellen Toren Dietlikons. Wieder war es die Schwedin Sundholm, die nach einem Wechselfehler der Winterthurerinnen traf – und wenige Sekunden danach verwertete Verteidigerin Laura Bürgi einen Vorstoss zum 3:5.

Beste Saisonleistung

Wiederum nur eine Minute später vermochten die Red Ants mit einem weiteren präzisen Weitschuss Kollers noch einmal zu verkürzen – vier Tore in vier Minuten, ein wahrer Cup-Fight. Zu mehr reichte es den Red Ants aber nicht mehr, da der finale Versuch mit einer sechsten Feldspielerin im dritten Doppelschlag Dietlikons endete – mit zwei «Empty-Nettern» machten die Gäste den Sack zu und qualifizierten sich zum dritten Mal in Folge für den Cupfinal. Doppeltorschützin Jael Koller: «Wir wurden in den Startminuten überrannt, fanden aber ins Spiel zurück und hätten am Schluss ebenso gut gewinnen können. Es ist besonders bitter, nach der besten Saisonleistung verloren zu haben.»

Arbeitssieg gegen Zug

In der Tat zeigten die Red Ants einen beherzten Auftritt und verlangten dem Favoriten alles ab. Dietlikon trifft im Final am 25. Februar in Bern auf Piranha Chur, das sich beim B-Ligisten Lejon Zäziwil problemlos mit 9:4 durchsetzte.

Dass die Red Ants nach dem Wochenende trotzdem nicht mit leeren Händen dastanden, ist dem 4:3-Arbeitssieg bei Zug United am Sonntag zu verdanken. Auch in der Zentralschweiz mussten sie einem Zweitore-Rückstand nachlaufen, schafften aber dank zwei Powerplaytreffern die Wende. Andrea Kern war an drei Toren beteiligt. Mit diesem Sieg rücken die Red Ants auf den vierten Tabellenrang vor.

(Der Landbote)

Erstellt: 16.01.2017, 18:57 Uhr

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