Leichtathletik

Der Druck auf Halbheer wächst

Die Winterthurer Topsprinterin Cornelia Halbheer steht vor richtungsweisenden Tagen.

Cornelia Halbheer hat hart trainiert.

Cornelia Halbheer hat hart trainiert. Bild: Heinz Diener

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Glücklich präsentierte sich Cornelia Halbheer nicht nach ihrem Rennen am letzten Donnerstag bei Athletissima in Lausanne. In 11,68 Sekunden war sie die 100 m gesprintet. Platz 3 belegte sie in der zweiten B-Serie und 24 Hundertstel blieb sie über ihrer persönlichen Bestmarke, 22 über dem Saisonbestwert. Als «ok, aber nicht wirklich gut» bezeichnete sie ihre Leistung. Und nicht übersehen konnte sie den Quervergleich zur 1. B-Serie. Ajla del Ponte (11,41) und Salomé Kora (11,42) liefen gut zweieinhalb Zehntel schneller.

«Diese Woche muss ich zeigen, was ich kann.»Cornelia Halbheer

Von Bedeutung ist der Vergleich mit den andern schnellen Schweizer Frauen im Hinblick auf das Saisonziel, die Europameisterschaften vom August in Berlin. Halbheer, letztes Jahr an den Weltmeisterschaften über 200 m im Einsatz sowie Ersatz mit der Sprint-Staffel, ist in den letzten Wochen immer stärker unter Erfolgsdruck geraten. Vor allem La Chaux-de-Fonds am letzten Sonntag trug dazu bei. Del Ponte, Kora und Sarah Atcho realisierten in der Höhenlage auch bessere 200-m-Zeiten als sie Halbheer (23,16, dieses Jahr 23,36) vorweist. Und an der EM sind neben der gesetzten Mujinga Kambundji zwei weitere Sprinterinnen pro Disziplin startberechtigt.

Blick auf die SM und Luzern

«Mein Coach Pal Johannson und ich haben zuletzt nochmals auf hartes Training gesetzt», sagt die 25-Jährige. Spitzenleichtathletik Luzern am Montag und die Schweizer Meisterschaften vom nächsten Freitag und Samstag in Zofingen will sie nutzen und ihre Verfassung vor allem über 200 m unter Beweis stellen. «An der SM werden die Weichen für die EM gestellt», sagt sie. Im Direktvergleich mit ihren Widersacherinnen will sie bestehen.

Kaum Chancen rechnet sie sich hingegen für die Staffel aus. Zu brillant, zu eingespielt präsentiert sich das Quartett Del Ponte/Atcho/Kambundji/Kora derzeit. Der erstklassige Schweizer Rekord bei Athletissima unterstreicht dies eindrücklich. Als Ersatzläuferin steht sie zur Wahl.

Cornelia Halbheer hat die EM-Limite erfüllt, andere sind derzeit aber besser unterwegs. Trotzdem bestehen für die Winterthurerin objektive Aussichten. Mit Ausnahme von Medaillenanwärterin Kambundji dürften nämlich alle andern Vorzeigeahletinnen neben der Staffel lediglich eine Disziplin bestreiten. Gut möglich ist darum, dass Halbheers Aussichten auf einen Start so schlecht nicht sind. Aber, sie beurteilt die Sache schon richtig: «Diese Woche muss ich zeigen, was ich kann.» (Der Landbote)

Erstellt: 08.07.2018, 19:35 Uhr

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