Unihockey

Der HCR muss nochmals alles in die Waagschale werfen

Um das Saisonende zu vermeiden, braucht der HC Rychenberg im vierten Spiel des Viertelfinals gegen den Qualifikationssieger GC einen Heimsieg. Zu diesem soll ihn sein Publikum tragen.

In der Axa-Arena will der HCR nicht nur nach einem Tor, sondern auch nach dem Spiel jubeln. Foto: M. Deuring

In der Axa-Arena will der HCR nicht nur nach einem Tor, sondern auch nach dem Spiel jubeln. Foto: M. Deuring

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Wer den HC Rychenberg in der laufenden Saison sicher noch einmal sehen will, muss heute den Weg in die Axa-Arena unter die Füsse nehmen. Nach zwei heroischen Kämpfen zu Beginn und zuletzt einem entschieden weniger gelungenen Auftritt befindet sich die Mannschaft von Jukka Kinnunen in seiner Playoff-Serie gegen Qualifikationssieger und Cupfinalist GC mit 0:3 im Hintertreffen. Will er das Aus verhindern und soll die Saison nicht heute zu Ende gehen, benötigt der HCR den ersten Playoff-Sieg 2018/19. Gelingt ihm dieser, fände die Serie tags darauf in Zürich ihre Fortsetzung. Dass ihm gar noch der Vorstoss ins Halbfinal gelingen könnte, dagegen spricht freilich allein schon die Geschichte: Noch nie seit der Einführung von Best-of-7-Serien in der Saison 2009/10 gelang es einem Team, einen 0:3-Rückstand wettzumachen.

In den ersten zwei der bisherigen drei Spiele hatte der HCR durchaus zu überzeugen vermocht und stand beide Male dem Sieg gegen den haushohen Favoriten nah. Kinnunen weist denn auch darauf hin, dass «wir im ersten und im zweiten Spiel unserem aktuellen Maximum sehr nah kamen». Dass es trotzdem zu keinem Erfolgserlebnis reichte, habe den fehlerhaften und entsprechend enttäuschenden Auftritt im dritten Aufeinandertreffen nach sich gezogen: «Wir verloren das Sonntagsspiel am Samstag. Da zeigten wir vor unserem tollen Heimpublikum unser bestes Saisonspiel, hatten 50 Minuten lang 50 Prozent Ballbesitz und die eher etwas besseren Chancen. Wenn es dann für solch starke Leistungen keine Belohnung gibt, ist es schwer, das Niveau zu halten. Wir verkrafteten die Enttäuschung nicht.»

Fehlendes Erfolgserlebnis

Dass es bislang zu keinem Sieg reichte, begründet Kinnunen primär mit der Stärke und der Spielweise des Gegners: «Wir spielen gute Playoffs. Es ist bloss schade, dass wir gegen GC spielen. Unsere Stärke liegt im Spiel mit dem Ball, aber GC ist darin besser, entschieden erfahrener und sehr souverän.» Darunter leide besonders die erste Linie. Diese hatte die Playoff-Teilnahme dank zahlreichen starken Leistungen erst möglich gemacht, kann nun aber ihre offensiven Qualitäten seltener einbringen und sieht sich öfter mit Defensivarbeit beschäftigt.

Auch wenn es heisst, der vierte Sieg sei der schwierigste, stehen die Stadtzürcher inzwischen nicht mehr so sehr unter Druck wie zu Beginn der Serie. Kinnunen verspricht gleichwohl: «Es ist schön, unsere Fans nochmals zu sehen. Es wird schwierig werden, aber wir werden alles geben.» Dafür fordert er bei seinen Spielern Spass und Genuss sowie Konzentration ein. Wie seine Mannschaft mit dem drohenden Saisonende umgehen wird, ob sie verkrampft oder bissig auftreten wird, wird sich zeigen. Verletzte oder Kranke hat Kinnunen für das allenfalls letzte Saisonspiel keine zu beklagen. Nicht dabei sein werden allerdings Noah Aeschimann und Luca Dall’Oglio. Die beiden verstärken die U-21-Junioren in deren Halbfinal gegen Köniz. (rab)

Erstellt: 15.03.2019, 23:54 Uhr

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