Unihockey

Die Red Ants stehen im Cupfinal

Mit einem 5:4 nach Penaltyschiessen bei Skorpion Emmental ziehen die Red Ants zum insgesamt 15. Mal in den Cupfinal ein. Géraldine Rossier war mit drei Toren die überragende Figur.

Géraldine Rossier traf für die Red Ants im Cup-Halbfinal gegen Skorpion Emmental dreimal.

Géraldine Rossier traf für die Red Ants im Cup-Halbfinal gegen Skorpion Emmental dreimal. Bild: Urs Kindhauser

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Die Duelle zwischen Skorpion Emmental und den Red Ants hatten es in den letzten zwei Jahren immer in sich – egal ob in der Qualifikation oder den Playoffs, meistens trennte bei der Schlusssirene die beiden Teams nur ein Tor. Der Cup-Halbfinal in Zollbrück reihte sich nahtlos in diese Tradition ein. Géraldine Rossier und Annika Dierks brachten die Red Ants mit zwei Toren in Führung, entscheidend abzusetzen vermochten sich die Winterthurerinnen jedoch nicht.Den Anschlusstreffer der Emmentalerinnen konterte Rossier sogleich mit dem 1:3, aber nur wenige Sekunden später schloss Skorpion bereits wieder auf. Auch Rossiers dritter Treffer zum 2:4 in der 51. Minute reichte nicht zum direkten Einzug in den Cupfinal. Die Bernerinnen setzten nach einem Time-Out mit einer sechsten Feldspielerin alles auf eine Karte und hatten damit Erfolg – 40 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Sonia Brechbühl der Ausgleich.

Schachzug mit den Goalies

Nach der torlosen Verlängerung musste das Penaltyschiessen über das Finalticket entscheiden. Der erste Schachzug der Red Ants blieb wirkungslos – die Schwedin Johanna Dahlin, die seit ihrem Kreuzbandriss vor über einem Jahr kein Spiel mehr bestritten hatte, trat zum ersten Penalty an, vergab diesen aber. Dafür stach der zweite Trumpf in der Person von Torhüterin Martina Fauser, die für die Schlussausmarchung Nicole Heer ablöste. «Das war schon vor Spielbeginn so vorgesehen», verriet Red-Ants-Coach Lukas Eggli. Prompt blieb Fauser ohne Gegentreffer, während Céline Chalverat und Nadia Cattaneo ihre Versuche verwerteten. Somit stehen die Red Ants am 24. Februar zum 15. Mal (elf Siege) im Cupfinal.

«Das intensive Spiel machte beste Werbung fürs Frauenunihockey. Aus unserem starken Kollektiv ragte Géraldine Rossier heraus, die überall auf dem Feld präsent war», fasste Eggli das Geschehen zusammen. «Dass wir den Sieg nicht schon in der regulären Spielzeit sichern konnten, lag weniger an uns – das hat Skorpion Emmental mit einer zusätzlichen Feldspielerin einfach sehr gut gemacht, so der Coach.

Zwei Shorthander kassiert

Im Final werden die Red Ants auf Piranha Chur (6:2 gegen Dietlikon) treffen – pikanterweise auf den gleichen Gegner, der nach dem geschafften Finaleinzug gleich am Sonntag in der Meisterschaft auf dem Programm stand. Die Winterthurerinnen mussten beim zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes auf Ellenor Bengtsson verzichten, die im Schlussdrittel der Cup-Partie verletzt ausgefallen war.

Beiden Teams waren die mentalen Anstrengungen der Cup-Duelle noch anzumerken. Vor allem im letzten Drittel schienen die Batterien der Red Ants leer zu sein, kassierten sie doch bei einer Strafe gegen Piranha gleich zwei (!) Shorthander. Statt dem möglichen Anschlusstreffer zum 5:4 fiel so die Entscheidung zugunsten der Bündnerinnen, die mit 8:3 letztlich etwas zu hoch ausfiel. Die an der Tabellenspitze ungeschlagen und einsam ihre Kreise ziehenden Bündnerinnen werden für die Red Ants im Cupfinal ein harter Brocken sein. (Der Landbote)

Erstellt: 15.01.2018, 18:58 Uhr

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