Unihockey

Drei Weitschüsse – drei Punkte

Dank eines 4:3-Heimsiegs über Aergera Giffers starteten die Red Ants mit einem punktemässigen Vollerfolg ins neue Jahr. Die Treffsichere Verteidigerinnen kompensierten die Ladehemmung im Sturm.

Ausnahmsweise kein Weitschuss: Nadia Cattaneo (links) erzielt das 3:1 für die Red Ants.

Ausnahmsweise kein Weitschuss: Nadia Cattaneo (links) erzielt das 3:1 für die Red Ants. Bild: Urs Kindhauser

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Manchmal ist Sport merwürdig. Rund 30 Minuten lang zeigten die Red Ants gegen die Gäste aus dem Kanton Fribourg nur selten zusammenhängende Kombinationen und erspielten sich trotz viel Ballbesitz nur wenige nennenswerte Chancen. Dennoch führten sie bei Spielhälfte mit 3:1. Céline Chalverat und Marjut Mäkelä trafen aus grosser Distanz, Nadia Cattaneo belohnte sich für ihr hartnäckiges Nachsetzen im Slot. Zwei Weitschüsse und ein Abpraller sorgten für die Führung gegen ein wacker mitspielendes Aergera Giffers, das sich keineswegs versteckte. Dann übernahmen die Red Ants das Spieldiktat deutlicher, die spielerische Überlegenheit wurde auch in zahlreiche grosse Möglichkeiten umgesetzt – paradoxerweise wollte der Ball nun aber nicht mehr über die Linie. Alexandra Frick kam einem Torerfolg bei einem Lattenschuss noch am nächsten. «Unser Chancenverwertung ist im Moment wirklich nicht gut. Wir müssen in den Trainings noch härter am Abschlussverhalten arbeiten», gestand auch Verteidigerin Katja Timmel.

Da sich Giffers im Schlussdrittel geschickter und effizienter anstellte, in der 42. Minute erst verkürzte und in der 48. Minute sogar ausglich, drohte den Red Ants plötzlich ein nicht budgetierter Punktverlust gegen ein Team aus den hinteren Tabellenregionen. Coach Lukas Eggli reagierte nach dem 3:3 sofort und bezog sein Time-Out. Mit durchschlagendem Erfolg – zwei Minuten später traf Timmel zum 4:3. Ein weiteres Tor einer Verteidigerin, das dritte per Weitschuss.

Aggressiver werden

«Es war für unser Selbstvertrauen wichtig, mit drei Punkten ins Jahr zu starten. Dass es knapper als erwartet war, spielt letztlich keine Rolle mehr», sagte Timmel. Dies auch im Hinblick auf den Cup-Halbfinal bei Skorpion Emmental am kommenden Freitagabend. «Wir wollten gegen Giffers druckvoll spielen, um den nötigen Schwung für diese Aufgabe zu holen», so die 32-jährige Deutsche, die ihren persönlichen vierten Einzug in den Cupfinal anstrebt.

Damit diese Mission erfolgreich wird, werden die Red Ants gegen die formstarken Emmentalerinnen aber noch einen Zacken zulegen müssen. «Wir müssen im Vergleich zur Partie gegen Aergera Giffers zweifellos aggressiver in die Zweikämpfe steigen und die eigenen Flüchtigkeitsfehler verringern», fordert Timmel. In den Schlussminuten funktionierte das gegen Giffers am Besten. Auch mit einer früh eingesetzten sechsten Feldspielerin konnten die Fribourgerinnen nichts mehr ausrichten, die Red Ants hielten die Gefahr vom eigenen Kasten gekonnt fern. Wären sie schon in den 57 Minuten davor so konsequent aufgetreten wie in dieser Phase, hätte das Zittern vermieden werden können. (Der Landbote)

Erstellt: 08.01.2018, 20:10 Uhr

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