Unihockey

Ein Fehler zu viel

Vor der Saisonrekordkulisse von 363 Zuschauern verloren die Red Ants gegen Meister Dietlikon trotz einer Dreitoreführung 3:5.

Zwei Tore von Margrit Scheidegger (links) reichten den Red Ants gegen Dietlikon nicht zum Sieg.

Zwei Tore von Margrit Scheidegger (links) reichten den Red Ants gegen Dietlikon nicht zum Sieg. Bild: Damian Keller

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Die Qualifikation neigt sich dem Ende entgegen und noch vermochten die Red Ants keines der besten drei NLA-Teams zu schlagen. Mit dem näher rückenden Cupfinal und den anschliessend beginnenden Playoffs nahmen sich die Red Ants vor, mit einem Sieg über Dietlikon die finale Phase der Saison einzuläuten. Vor 363 lautstarken Fans schien dieser Plan zunächst auch aufzugehen. Géraldine Rossier brachte die konzentrierten Winterthurerinnen auf Zuspiel Nadia Cattaneos in der 8. Minute in Führung und sechs Minuten später spekulierte Margrit Scheidegger beim hartnäckigen Forechecking goldrichtig – sie wurde von Dietlikons Verteidigerin Andrea Streiff richtiggehend angeschossen, wodurch der Ball im Tor der Gäste landete. «Wir wollten Dietlikons Abwehr unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen, das gelang in dieser Situation», schilderte die Torschützin die kuriose Szene.

Als Dietlikon zu Beginn des zweiten Drittels nur die Latte traf und Scheidegger praktisch im Gegenzug auf 3:0 erhöhte, schien alles für die Red Ants zu laufen. Doch gleich darauf wurde Julia Suter, die Winterthurerin in den Reihen des Meisters, vor dem Tor vergessen. Wenige Minuten später liess sich Selina Tanner von Dietlikons Druck zu einem groben Fehler verleiten, den ausgerechnet Streiff zum Anschlusstreffer nutzte. Und in der 34. Minute war der ganze Vorsprung ­bereits wieder weg, nachdem die Internationale Andrea Gämperli ausgeglichen hatte.

Reserven vorhanden

Im Schlussdrittel konnten die ­Red Ants nicht mehr ganz an die bis dahin gezeigte Leistung anknüpfen. Die beste Torchance besass Céline Chalverat gleich im ersten Angriff und vielleicht wäre die Partie nach einer erneuten Führung anders verlaufen. «Wir kamen danach kaum noch zu gefährlichen Abschlüssen», musste Scheidegger einräumen. Dietlikon war mit veränderten Formationen nun spielbestimmend und lag in der 44. Minute erstmals in Front.

Die Entscheidung fiel, als die Red Ants schon mehr als drei Minuten vor Schluss ihr Time-out bezogen und Torhüterin Martina Fauser durch eine sechste Feldspielerin ersetzten. Es gelang ihnen aber nicht, sich in Überzahl vor Dietlikons Gehäuse festzusetzen. Im Gegenteil, nachdem Nadia Cattaneo den Ball verstolpert hatte, bedeutete Linda Pedrazzolis Empty-Netter zum 3:5 den Endstand. Dies war der letzte von einigen wenigen, aber entscheidenden Fehlern, die das Spiel kippen liessen.

Trotz der Niederlage war es ein beherzter Auftritt der Winterthurerinnen, die auch bezüglich Taktik noch Reserven haben – so kassierte die dritte Formation gegen Dietlikons Paradelinie drei Tore. Scheidegger nimmt das Positive mit. «Obwohl wir weiter auf einen Sieg gegen einen der Grossen warten müssen, können wir auf den guten Momenten dieser Begegnung aufbauen. Ich sehe uns klar im Aufwärtstrend – und abgerechnet wird bekanntlich erst am Schluss», so die Stürmerin. (Der Landbote)

Erstellt: 29.01.2018, 19:17 Uhr

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