Leichtathletik

Gföhler zufrieden – Moser nicht

Die Leistungen des Athletissima Diamond-League-Meetings in Lausanne hatten für Benjamin Gföhler und Angelica Moser grosse, für Cornelia Halbheer weniger zentrale Bedeutung.

«Es ging», bilanzierte der Elgger Benjamin Gföhler nach der Athletissima in Lausanne erleichtert.

«Es ging», bilanzierte der Elgger Benjamin Gföhler nach der Athletissima in Lausanne erleichtert. Bild: Keystone

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7,68 m und Platz 8 – diese Fakten allein sind es nicht, die Benjamin Gföhler von «einem sehr zufriedenstellenden Wettkampf» sprechen lassen. Entscheidend ist der Hintergrund. Nur gut zwei Wochen zuvor musste hatte er sich an beiden Leisten operieren lassen. Da ging es nicht nur um die Weite und um den Rang. Andere Fragen rückten für den 25-jährigen Elgger im Dress des LC Zürich in den Vordergrund: «Wie kann ich springen? Gelingt dies schmerzfrei? Bin ich frei im Kopf?»

Erleichtert konnte er nach dem Meetingabend bilanzieren: «Es ging.» Vorsichtshalber und weil er seine Adduktoren zu spüren begann, brach Gföhler den Wettkampf nach drei (von sechs) Versuchen ab – entgegen der sportlichen Perspektiven: Will Clay, der drittbeste Dreispringer der Geschichte und mehrfache Medaillengewinner an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Drei- und Weitsprung, lag nur sechs Zentimeter vor ihm. «Das wäre eine Challenge gewesen», so Gföhler.

«Ich weiss jetzt, dass ich zu 100 Prozent attackieren kann.»Benjamin Gföhler

Die Gedanken des Elggers sind bereits in die kommende Woche gerichtet. Da wird Gföhler an der Universiade in Neapel springen. Ein «tolles Resultat», strebt er dort an. «Lausanne hat mir die Gewissheit gegeben, dass die Beine wieder mitmachen und ich deutlich weiter springen kann», sagt er. Am Freitag will er die Qualifikation meistern und am Sonntag im Final brillieren. «Ich weiss jetzt, dass ich zu 100 Prozent attackieren kann», sagt er. Gföhler ist überzeugt, dass er die verbleibenden Tage nutzen und einige effiziente Trainings absolvieren kann. Nach seinem vielversprechenden Saisonauftakt im Mai mit den 7,94 m fehlen ihm nun zahlreiche Trainingseinheiten.

Moser differenziert

Vor einer ähnlichen Zeitjagd sieht sich die Andelfinger Klubkollegin von Gföhler, Angelica Moser. Die Stabochspringerin peilt an den U-23-Europameisterschften in der zweiten Wochenhälfte im schwedischen Gävle ihren fünften und altersbedingt letztmöglichen Nachwuchstitel an – nach den Youth Olympic Games 2014, zwei U20-EM-Titeln und dem U23-Gold im vorletzten Jahr. Erschwert sieht sie die Aufgabe durch die letzten sechs Wochen. Akute Verspannungen und Schmerzen im Rücken – hervorgerufen wohl durch den Wechsel auf längere Stäbe – hinderten sie am Springen. In Lausanne mass sie sich – mit den alten Stäben - sogleich wieder mit den Weltbesten. Platz 7 gab’s im Zehnerfeld. Die Höhe: 4,47 m, Saisonbestleistung. «Die Leistung geht in Ordnung, die Sprünge an sich stellen mich aber nicht zufrieden», sagte die 21-Jährige. Etwas zu passiv und zu wenig aggressiv sei sie gesprungen. Dennoch sprach sie von «einem guten Test» und der Überzeugung, «dass ich die Zeit bis Gävle nutzen kann». Vor allem der Regeneration will sie sich widmen.

Halbheers «Aufgalopp»

Mit einer persönlichen Saisonbestzeit wartete Cornelia Halbheer auf. Die Sprinterin der LV Winterthur lief die 100 m in 11,61 Sekunden. Von «einem Aufgalopp» sprach sie. Am Sonntag wollte sie in Bulle über 100 m und 200 m aufbauen. Ihr Pech: Die Bedingungen passten nicht (Gegenwind). Ihr Aufbau ist nicht auf den Augenblick gerichtet, sondern auf den August.

Erstellt: 07.07.2019, 19:58 Uhr

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