Leichtathletik

Gold-Premiere für Cornelia Halbheer

Für die Winterthurer Sprinterin Cornelia Halbheer ging die Planung an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen vollumfänglich auf: mit dem Titelgewinn über 200 Meter sowie einer neuen Bestzeit.

Lächeln fürs Siegerselfie: Das 200-m-Podest in Zofingen mit Samantha Dagry (Silber), Cornelia Halbheer (Gold), Laetitia Hermet (Bronze) und  Agne Serksniené (von links), der erstklassierten Litauerin aus Hinwil, die Landesrekord lief.

Lächeln fürs Siegerselfie: Das 200-m-Podest in Zofingen mit Samantha Dagry (Silber), Cornelia Halbheer (Gold), Laetitia Hermet (Bronze) und Agne Serksniené (von links), der erstklassierten Litauerin aus Hinwil, die Landesrekord lief. Bild: Albert René Kolb

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Eine Cornelia Halbheer wie noch nie in diesem Jahr präsentierte sich auf der Trinermatten-Anlage in Zofingen: eine Halbheer voller Freude, entspannt und schneller denn je. In 23,12 Sekunden wurde sie bei idealen Bedingungen gestoppt. Platz 2 erreichte sie mit mit ihrem Vorzeigelauf hinter Agne Serksniene – diese in eindrücklichem litauischem Landesrekord von 22,99 Sekunden. Die SM Goldmedaille ging also an Halbheer.«Die Freude ist gross und ebenso die Erleichterung», sagte die 25-jährige Winterthurerin. Sie war mässig in die Saison eingestiegen. Die Bestätigung der Limite für die Europameisterschaften von Mitte August in Berlin – erbracht mit ihren 23,16 im letzten Jahr, blieb sie schuldig. Nun lieferte sie diese mit grosser Selbstverständlichkeit. «Ich hatte mich auf dieses 200-m-Rennen ausgerichtet und mich spezifisch darauf vorbereitet», sagte sie. Unter Druck stand sie dennoch. «Ich versuchte mich auf mich und meine Leistung zu konzentrieren», beschrieb sie ihre Strategie. Den Druck versuchte sie beiseite zu schieben – im Wissen, dass eine Steigerung von ihr verlangt sein würde. Die enorme Entwicklung im Schweizer Frauensprint hinterliess auch bei ihr Spuren.

Ein Rennen wie gewünscht

Halbheers Coolness zahlte sich aus. Ein sehr gutes Rennen glückte ihr – «das beste in dieser Saison», wie sie betonte.Nach einem wunschgemässen Start verstand sie es, die zweite Kurvenhälfte wie vorgenommen locker weiterzuziehen. Auch auf der Zielgeraden blieb sie dynamisch, kraftvoll und schnell. «So wünsch ich mir jedes Rennen», sagte sie.

«Ich hatte mich auf dieses 200-m-Rennen ausgerichtet und mich spezifisch darauf vorbereitet»Cornelia Halbheer

Auch wenn die Schweizer Topkonkurrentinnen Mujinga Kambundji, Sarah Atcho, Salomé Kora und Ajla Del Ponte verzichteten – sie bestritten das 100-m-Schweizer-Rekord-Rennen – stiess Halbheer auf eine Widersacherin von höchstem Niveau. Agne Serksniene, die Litauerin aus Hinwil, lief die Distanz in 22,99 Sekunden – Landesrekord. «Von ihr konnte ich profitieren», sagte Halbheer. Als 400-m-Spezialistin verfügt sie vor allem auf der letzten Streckenhälfte über einen «enormen Zug».

Dank dieses erstklassigen Meisterschaftsrennens dürfte Halbheer die Selektion für das Saisonziel EM nicht zu nehmen sein. Sie freut sich: «Jetzt habe ich Zeit, um nochmals einige gezielte Trainingsreize zu setzen.» Auf dass sie bereit ist in der deutschen Hauptstadt.

Silber für Müller, …

Für das zweitwertvollste Ergebnis aus LV-Winterthur-Sicht sorgte Livia Müller. Die 800-m-Spezialistin war mit ihren 2:08,65 Minuten in der Jahresbestenliste lediglich als Neunte geführt. Als Silbermedaillengewinnerin in 2:10,17 konnte sich die 23-Jährige nun feiern lassen. Ausschlaggeben dafür: Mit Selina Büchel, Delia Scalabas und Lore Hoffmann starteten die Besten über die Unterdistanz 400 m (Büchel und Hoffmann), respektive stand an der U20-WM im Einsatz (Sclabas). Und Müller nutzte die Gelegenheit und verstand es in einem nervösen Rennen mit einer sehr schnellen Startrunde mehr oder weniger regelmässig zu laufen und am Schluss vorzustossen – eine taktische Meisterleistung.

… Bronze für Kurmann

Zu einem Erfolgserlebnis von für sie höchster Qualität kam die deutlich routiniertere Kurmann. Obwohl sie die 800 m in dieser Saison schon schneller gelaufen ist als Müller (2:08,52), stellte sich die 29-Jährige einer andern Herausforderung. Kurmann lief die 1500 m und belegte hinter den beiden EM-Teilnehmerinnen über 3000-m-Steeple, Fabienne Schlumpf und Chiara Scherrer, Platz 3. Beide mussten ihre Bestmarken steigern, um sich durchzusetzen. Zu Recht freute sich also auch Kurmann: «Mega, dieses Rennen ist perfekt aufgegangen für mich.»

Mit 4:18,53 Minuten fehlte nur ganz wenig zum grossen Coup und nur rund eine Sekunde zu ihrer bereits fünf Jahre alten Bestmarke. «Cool, ein solches SM-Rennen», sagte sie, die bereits zwei SM-Goldmedaillen in ihrer Sammlung führt. Umsetzen konnte sie ihren taktischen Fahrplan mit «mitlaufen und am Schluss schauen, was noch möglich ist.»

... und auch für Reggel

Einen Medaillengewinn feierte auch Mehrfachstarterin und Mehrkampf-Aushängeschild Valerie Regel: als Dritte im Kugelstossen (13,91 m). Hervorgehoben werden darf auch Sprinter Simon Graf. Der U18-EM-Teilnehmer lief im Halbfinal mit 10,86 Sekunden eine neue persönliche Bestmarke über 100 m. (Der Landbote)

Erstellt: 15.07.2018, 17:58 Uhr

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