BMX-Europameisterschaft

Graf stürzt im EM-Final

Der Winterthurer David Graf erreichte an der BMX-EM in Bordeaux trotz guter Form nur Rang 8. Klubkollege Cedric Butti siegte dafür bei den Junioren.

Zu viel riskiert und gestürzt: David Graf erreichte im EM-Final nur Rang 8.

Zu viel riskiert und gestürzt: David Graf erreichte im EM-Final nur Rang 8. Bild: Heinz Diener

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Im BMX brauchts nur wenig, um alle Chancen zunichtezumachen. So wars beim Winterthurer Olympia-Teilnehmer David Graf. Eine Medaille, wenn möglich den Sieg, hatte sich der Zweite vom letzten Jahr zum Ziel gesetzt. Doch es wurde nur Rang 8. Es gewann der Franzose Joris Daudet vor dem Belgier Twan van Gendt.

Fehler im falschen Moment

«Eigentlich war ich gut in Form», sagte Graf. «Doch dann beging ich zwei Fehler im falschen Moment.» Dass die Leistung stimmt, zeigte er im ersten Teil des Tages. Bis und mit Viertelfinal gewann er alle seine ­Läufe. Im Halbfinal aber beging er einen Fehler am Start. Zwar erreichte Graf den Final als Dritter, aber diesen musste er von einer ungünstigen Position aus beginnen. «Ich hatte einen guten Start und versuchte, etwas gutzumachen», schilderte er seinen Finallauf. «Aber dann beging ich einen Fahrfehler und stürzte.»

«In den Final muss man auch erst einmal kommen. Dass es dann nicht geklappt hat, ärgert mich schon.»David Graf

In der Beurteilung dieser EM schwankte Graf. «Aufgrund der guten Form hätte es eine ­Medaille werden müssen», meinte er selbstkritisch. «In den Final muss man auch erst einmal kommen. Dass es dann nicht geklappt hat, ärgert mich schon.»

Im Hinblick auf die WM in zwei Wochen sieht sich Graf trotz der leisen Enttäuschung des 8. Ranges auf einem guten Weg. Denn nebst den guten Leistungen bis und mit Viertelfinal an der EM müsste ihm die Bahn in Rock Hill, South Carolina, besser liegen als die provisorisch aufgestellte in Bordeaux. «Hier war es eng und hektisch, ich liebe aber eher die längeren Geraden. Ich freue mich auf die USA.» Dort allerdings wird das Feld nochmals besser besetzt sein. Vier bis fünf Fahrer aus den USA und Australien sieht Graf zusätzlich zu den besten Europäern im Favoritenkreis.

Doppelsieg bei den Junioren

Freude bereiteten David Graf in Bordeaux auch die Leistungen der Junioren. Denn da gab es durch die Thurgauer Cedric ­Butti und Gil Brunner gleich einen Doppelsieg. Graf ist nicht nur Buttis Klubkollege bei Power­bike Winterthur, sondern schreibt auch dessen Trainingspläne. «Es ist natürlich schön, zu sehen, dass die Pläne aufgegangen sind», so Graf. «Dass Butti aufgrund seiner bisherigen Resultate um eine Medaille fährt, habe ich erwartet. Aber nicht, dass es gleich ein Doppel­sieg wird.»

«Letztes Jahr wurde ich Zweiter, nun bin ich Erster, das ist ein tolles Erlebnis.»Cedric Butti

Der bereits in den Vorläufen unwiderstehliche Butti konnte sich im Final insbesondere im Zweikampf Schulter an Schulter gegen seine Konkurrenten behaupten. «Es war ein wirklich strenges Rennen mit vielen Zweikämpfen», sagte der neue Europameister. «Letztes Jahr wurde ich Zweiter, nun bin ich Erster, das ist ein tolles Erlebnis.»

Graf wiederum fürchtet die nahende Konkurrenz durch den Nachwuchs nicht, im Gegenteil: «Ich bin froh, dass die Ju­nio­ren unsere Bilanz bei der Elite aufgebessert haben. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Schweiz als kleines Land so viele junge Spitzenfahrer hat.» Einer von ihnen ist Simon Marquart von Powerbike Winterthur. Wegen einer Handverletzung musste er die EM auslassen. (Der Landbote)

Erstellt: 16.07.2017, 17:42 Uhr

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