Andelfingen

Moser Meisterin mit Schweizer U23-Rekord

An den Schweizer Meisterschaften in Zürich holten die Athleten aus der Region Gold, Silber und Bronze. Die Andelfinger Stabhochspringerin Angelica Moser war die Erfolgreichste.

Trotz Stress: Angelica Moser sprang so hoch wie noch nie.

Trotz Stress: Angelica Moser sprang so hoch wie noch nie. Bild: Keystone

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Es war eine der wertvollsten Leistungen der zweitägigen Titelkämpfe, und Angelica Moser sagte nach ihrem U23-Schweizer-Rekord von 4,61 m zwei erstaunliche Dinge: «Ich war alles andere als frisch und mit einem idealen Gefühl unterwegs.» Und: «Schade, dass Nicole nicht mitmischte.» Die 19-jährige Andelfingerin spielte auf ihre persönliche Verfassung an. U23-Europameisterin geworden war sie am Vorsonntag. Erst Anfang Woche kehrte sie zurück aus Polen. Zeit zum Regenerieren blieb kaum. Im Vorfeld sagte sie: «Ich bin froh, wenn mir ein gültiger Sprung gelingt.»An der Anfangshöhe änderte Moser trotzdem nichts: 4,20 m. Auf Anhieb meisterte sie diese. Der Meistertitel war ihr sodann nicht mehr zu nehmen. 4,45 m übersprang sie im zweiten Anlauf, 4,61 m, die neue Rekordmarke (bisher 4,60 m), im dritten. Endstation bedeuteten sodann 4,66 m. Einerlei.

Etwas hätte sich Moser aber zusätzlich gewünscht: «Dass Nicole hätte springen können.» Rekordhalterin (4,78 m) Nicole Büchler passte, weil sie an Hüftproblemen laboriert und ihren Start an den Weltmeisterschaften nicht gefährden möchte. «Eine coole Meisterschaft», wertete Moser und hob das Heimstadion (sie springt für den LC Zürich), die zahlreichen Zuschauer und die gute Unterstützung hervor.

Keine Limite für Halbheer

Zu einem Erfolgserlebnis kam die Winterthurer Sprinterin Cornelia Halbheer. Sie liess die Möglichkeit für einen Toprang über 100 m sausen und konzentrierte sich auf die doppelte Distanz. Der Hintergrund: Mit ihren 23,21 fehlte ihr nur wenig zur WM-Limite. Und die 24-Jährige überraschte sich selber. Mit 23,16 Sekunden glückte ihr mit Rang 3 hinter Mujinga Kambundji und Lea Sprunger eine persönliche Bestmarke. Obwohl zur Limite noch immer 6 Hundertstel fehlen, zeigte sie sich zufrieden: «Das war besser als erwartet.» Es sei «der wichtigste und beste Lauf der Saison» gewesen.

Die Aussicht, dass Halbheer für einen Einzelstart für die WM nachrutscht, ist gering. Allerdings dürfte sie als Ersatzläuferin in der 4×100-m-Staffel heute mit allergrösster Wahrscheinlichkeit selektioniert werden und nächsten Montag nach London fliegen.

Küblers erste Medaille in der Elite

Erstmals eine Medaille bei der Elite gewann der ebenfalls noch nicht 20-jährige Stabhochspringer Adrian Kübler: Silber. In einem witterungsbedingt schwierigen Wettkampf reichten ihm dazu 5 m – dieselbe Höhe wie der Sieger Mitch Greeley. Favorit Dominik Alberto konnte wegen Sturm und Regen nicht mehr regulär in den Wettkampf eingreifen. Von den LVW-Athleten profilieren konnten sich zudem Lisa Kurmann (5. über 800 m) sowie Andrea Rutschmann (Halbfinal und persönliche Vorlaufbestzeit von 12,35). (Der Landbote)

Erstellt: 23.07.2017, 21:29 Uhr

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