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Red Ants im Playoff erneut gegen den Meister

Die Red Ants schliessen das Qualifikationsprogramm nach einem 6:3-Sieg gegen Laupen auf dem sechsten Rang ab. Im Playoff wartet im Viertelfinal trotzdem der Meister Kloten-Dietlikon Jets.

Selina Tanner brachte die Red Ants gegen Laupen 1:0 in Führung.
Selina Tanner brachte die Red Ants gegen Laupen 1:0 in Führung.
Dieter Meierhans

Mit einem Vollerfolg in der letzten Runde winkte den Red Ants die Chance, noch am direkten Tabellennachbarn Laupen vorbeizuziehen. Der Auftakt in die Partie in der Sporthalle Elba in Wald zeigte, dass sich die Winterthurerinnen ernsthaft auf diese Aufgabe vorbereitet hatten. Selina Tanner und Vivien Kühne setzten die Überlegenheit bis zur 17. Minute in zwei Treffer um.

Dieser Vorsprung war nach einem Zwischentief bei Spielhälfte zwar kurz weg, doch in der Folge brachten sich die Red Ants wieder auf Kurs. Nicole Mattle traf nach einer langen Ballstafette zum 3:2 und in der letzten Minute des zweiten Abschnitts war auch die Schwedin Malin Brolund erfolgreich. Per Shorthander sorgte Carola Kuhn in der 44. Minute mit dem 2:5 für die Vorentscheidung – die Zürcher Oberländerinnen vermochten nur noch in Überzahl zu verkürzen, ehe erneut Kuhn mit einem Empty Netter den Schlussstand bewerkstelligte.

Merkwürdige Verteilung der Strafen

Red-Ants-Coach Lukas Eggli zeigte sich ob der Strafenverteilung – sein Team kassierte vier kleine Bankstrafen, Laupen nur eine – erstaunt: «Wie die Mannschaft mit so viel mehr Ballbesitz viermal häufiger bestraft wird, erschliesst sich mir nicht ganz.» Letztlich hatte dies auf den Ausgang der Partie aber keinen Einfluss. Mit dem Selbstvertrauen der zuletzt errungenen Heimsiege entführten die Winterthurerinnen den Sieg und schenkten so auch Ronja Schmid ein gelungenes NLA-Debüt – der jungen Torhüterin wurde vor Beginn der Playoffs die Gelegenheit geboten, erstmals Luft in der höchsten Liga zu schnuppern.

Gleich wie letzte Saison

Nach der Schlusssirene begann das Warten auf die Anrufe der Topteams der Liga, die ihre Viertelfinalgegner selber wählen können. Wie letztes Jahr verzichtete der Qualifikationssieger auf das achtplatzierte Zug United – Piranha entschied sich erneut für Laupen. Auch die Jets liessen das sportlich einfachste Los wie letzte Saison links liegen und wählten die Red Ants. In beiden Fällen dürfte das magere Zuschauerinteresse in Zug mit ein Grund gewesen sein – und die Zuversicht, sich in den Viertelfinals ohnehin gegen jeden Gegner aus der unteren Tabellenhälfte durchzusetzen. Lukas Eggli über den harten Brocken im Viertelfinal: «Letztes Jahr konnten wir die Jets im ersten Spiel schlagen und später einmal in die Verlängerung zwingen. Wir werden mit dem Messer zwischen den Zähnen alles versuchen, um für eine Überraschung zu sorgen.»

Die Winterthurerinnen vermochten in den letzten Wochen die Anzahl Gegentore deutlich zu reduzieren und die eigene Trefferquote zu erhöhen. Die Form stimmt – der Gegner ist trotzdem eine hohe Hausnummer. Und das aktuell geltende Wahlsystem ist wohl nicht der Weisheit letzter Schluss, solange die beiden besten Teams des Landes ihre Lieblingsgegner schon Monate im Voraus kennen. Laupens Torhüterin Nancy Gatzsch sagte schon im letzten Herbst: «Piranha wählt sowieso uns.» Die 18 Runden der Qualifikation werden so gewiss nicht aufgewertet.

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