Unihockey

Red Ants zweiter Sieger im Schlagabtausch

Eine offensiv mutige und starke Leistung der Red Ants wurde im Emmental trotz eines Zweitorevorsprungs nicht mit Punkten belohnt. Die Wizards Bern Burgdorf setzten sich im Schlussspurt 7:6 durch.

Margrit Scheidegger (links) und die Red Ants mussten sich gegen Bern Burgdorf geschlagen geben.

Margrit Scheidegger (links) und die Red Ants mussten sich gegen Bern Burgdorf geschlagen geben. Bild: Heinz Diener

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Es dauerte nur gerade drei Minuten, bis sich Schweden-Rückkehrerin Géraldine Rossier in der Schweiz wieder angemeldet hatte. Ihr Tor in der 4. Minute beantwortete ihre Nati-Kollegin Brigitte Mischler jedoch schon 24 Sekunden später mit dem 1:1. Im gleichen Takt ging es zur Freude der Zuschauer weiter. Céline Chalverat traf zum 2:1 für die Red Ants, doch erneut hielt die Führung nicht lange. Und auch die Wizards durften sich keine drei Minuten über das 3:2 freuen, bis Margrit Scheidegger den Gleichstand wieder hergestellt hatte.Tempo und Intensität in diesem ersten Drittel waren ganz nach dem Geschmack des neuen Red-Ants-Trainers Lukas Eggli. «Ich möchte von meinem Team attraktives und schnelles Unihockey sehen – auch wenn das manchmal mit etwas Risiko verbunden ist», hat der Bülacher als Losung ausgegeben. «Für ein Startspiel war das schon ganz in Ordnung, auch wenn das Selbstverständnis noch etwas fehlte», fügte er an.

Vom Gameplan überzeugt

Nach einem ausgeglichenen Mitteldrittel setzten sich die Winterthurerinnen im letzten Abschnitt mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden durch Julia dos Santos und Scheideggers zweiten Treffer auf 6:4 ab. Die Entscheidung? Die Bernerinnen wollten davon nichts wissen. Innerhalb von sechs Minuten schafften sie die Wende zum 7:6 und holten damit alle drei Punkte.

«Vielleicht hätten wir nach der Führung in der Schlussphase den Hebel etwas zurücknehmen sollen, um den Sieg nach Hause zu bringen», stellte Eggli nach dem Ende der Partie in den Raum. Von seinem grundsätzlichen Gameplan ist er aber überzeugt. «Ich will, dass mein Team das Spiel bestimmt. Dazu gehört, dass auch eine gewisse Anzahl Gegentore weggesteckt werden kann», so der Bülacher. Diesmal war es am Ende jedoch ein Gegentor zu viel, da die Bernerinnen ihren in der 58. Minute erarbeiteten Vorsprung in den Schlussminuten besser verwalteten als zuvor die Red Ants.

20:0 im Cup

Dennoch: Nach mehreren Saisons, in denen die Red Ants vor allem auf eine stabile Defensive setzten, weht nun ein frischer Wind. Diesen bekam tags darauf im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups auch 2.-Ligist Thun zu spüren. Mit 20:0 setzten sich die Red Ants durch und die Winterthurerinnen erledigten somit wenigstens ihren zweiten Auftritt im Bernbiet innerhalb von 24 Stunden erfolgreich. Zehn verschiedenen Torschützinnen taten etwas fürs persönliche Selbstvertrauen, damit es am kommenden Wochenende im ersten Heimspiel der Saison gegen Berner Oberland auch in der Liga mit den Punkten klappt. (Der Landbote)

Erstellt: 18.09.2017, 20:11 Uhr

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