Unihockey

Rychenberg bleibt in der Spur

Dank eines ungefährdeten 9:4-Sieges bei Waldkirch-St. Gallen und des Punktes für die 5:6-Niederlage nach Verlängerung bei Malans hat der HC Rychenberg seinen Abstand auf den Playoff-Strich auf acht Punkte vergrössert.

Der Finne Mikko Hautaniemi sorgte mit seinen Toren gegen Waldkirch-St. Gallen für die Entscheidung zugunsten Rychenbergs.

Der Finne Mikko Hautaniemi sorgte mit seinen Toren gegen Waldkirch-St. Gallen für die Entscheidung zugunsten Rychenbergs. Bild: Heinz Diener

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Der HC Rychenberg hatte das alte Jahr mit fünf Siegen aus sieben Partien abgeschlossen. Die dreiwöchige Wettkampfpause war darum zur Unzeit gekommen. Doch dem Team von Rolf Kern ist es gelungen, den Aufwärtstrend nach dem Unterbruch fortzusetzen. Dessen augenfälligster Ausdruck ist es, dass sich die Defensive nur noch in den seltensten Fällen ausspielen lässt. Diese stabile Basis ermöglichte es, Waldkirch ungefährdet 9:4 zu bezwingen und damit Revanche für die unnötige Heimniederlage zu nehmen. Und tags darauf begegnete der HCR dem letztjährigen FinalistenMalans auf Augenhöhe. Am Ende entschied in der 65. Minute ein «Golden Goal» für die Bündner.

Nach harzigem Start zugelegt

Am Samstag konnten die beiden Teams Startschwierigkeiten nicht verhehlen. Kaum ein Spieler war gegen technische Fehler gefeit, was Waldkirch in der siebten Minute zu einer erstklassigen Chance aufs 1:0 verhalf. Rychenbergs Torhüter Ruven Gruber wusste dieses aber im Penalty­duell zu verhindern.

Ansonsten war es in dieser etwas wirren Startphase jedoch der HCR, der sich die etwas besseren der seltenen Möglichkeiten erarbeitete. Die Zweitoreführung zur ersten Pause wardaher nicht gestohlen. Und die Winterthurer setzten gleich nach. Sie übernahmen im zweiten Abschnitt ziemlich resolut das Kommando und hätten bis zur Spielhälfte die Vorentscheidung herbeigeführt haben müssen. Die beste Chance vergab Topskorer Fredrik Holtz, als er gemeinsam mit Michel Schwerzmann unbedrängt auf den Torhüter losziehen konnte, aber nur den Pfosten traf. Im Gegenzug verkürzte Waldkirch auf 2:4.

Die Entscheidung war damit nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Mikko Hautaniemi sorgte mit seinen zwei Toren bis zur 47. Minute für ein beruhigendes 7:3. Der verdiente Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Kern zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: «Wir wollten aggressiv auftreten und liessen dann auch nicht viel zu. Auch Waldkirchs starke erste Linie hatten wir im Griff. Nicht zuletzt unsere Blockarbeit war mit über 50 Prozent richtig gut.»

Eine zufällige Niederlage

In Maienfeld entspann sich tags darauf ein ganz anderes Spiel. Die Zweikämpfe wurden wesentlich härter geführt, das Tempo war einiges höher und das Spieldiktat gehörte mal dieser und mal der anderen Seite. So war der HCR mit dem 3:3 nach 20 Minuten schlecht belohnt. Das sah Kern genauso: «Wir hätten aus dem ersten Drittel mehr machen müssen.»

Im zweiten Abschnitt schwang das Heimteam das Zepter. Kern sah den Hauptgrund für die Wende primär bei der eigenen Mannschaft: «Im zweiten Drittel hätten wir etwas mutiger agieren müssen.» Die Rychenberger Defensive hielt dem zeitweiligen Ansturm jedoch stand, liess nur sehr wenig Erfolgversprechendes zu und hielt das Unentschieden.

Im Schlussdrittel befolgten die Winterthurer die Direktiven ihres Trainer wieder besser und machten über weite Strecken wieder mehr fürs Spiel. Dass dies nicht zum Sieg, sondern nur zu einem Punkt reichte, lag nichtzuletzt an der nachlassenden Konzentration in der Defensive. Zweimal, zum 4:4 in der 46. Minute und zum 5:6 in der fünften Minute der Verlängerung, liess der Gegencenter seinen direkten Gegenspieler entwischen und wurde prompt dafür bestraft.

Gelassen in die Zukunft

Trotz dieser Niederlage kann Kern gelassener als auch schon in die Zukunft blicken. Die Abwehr steht inzwischen sicher und lässt sich nur noch sehr selten ausspielen. Ein Indiz dafür war, dass keines der Malanser Tore von einem Stürmer erzielt wurde. Anders als in St. Gallen liess die Blockarbeit in Maienfeld hingegen etwas zu wünschen übrig, und im kollektiven Spiel nach vorne war in beiden Spielen noch etwelcher Spielraum zur Verbesserung vorhanden. (Der Landbote)

Erstellt: 08.01.2018, 20:23 Uhr

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