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Rychenbergs Leistung nicht belohnt

Der HC Rychenberg verliert eine hochstehende und packende Partie gegen Malans mit 6:8 und sieht danach seine Playoff-Felle immer mehr davonschwimmen.

Tobias Studer schoss zwar ein Tor des Monats für den HCR, aber das brachte keine Punkte ein.
Tobias Studer schoss zwar ein Tor des Monats für den HCR, aber das brachte keine Punkte ein.
Urs Kindhauser

War es das für den HC Rychenberg mit den Playoffs? Diese Frage muss man sich stellen, nachdem die Mannschaft von Jukka Kinnunen zwei Tage nach der äusserst ärgerlichen Niederlage in Chur auch das Heimspiel gegen Malans verliert. Die Bündner setzen sich in einem packenden, bis zum Abpfiff spannenden und sehr gefälligen Spiel mit 8:6 durch und sichern sich definitiv die Playoff-Teilnahme. Diese ist vier Runden vor dem Ende der Qualifikation auch für den HCR noch möglich, beträgt der Rückstand auf den achten Rang doch lediglich drei Punkte. Langsam, aber sicher müssen den ansprechenden Auftritten jedoch auch die Resultate folgen.

Diesmal ein gelungener Start Anders als am Freitag in Chur gelang dem HCR ein gutes erstes Drittel. Er präsentierte sich in der heimischen Axa-Arena – wie gewohnt – stabiler und offensiv gefährlicher als im ersten Match der Doppelrunde. Vorschub leistete dem die Spielweise der Gäste. Während Chur sich vor allem ab dem Mitteldrittel weit zurückgezogen hatte, betrieb Malans ein ungemein aggressives Forechecking bis hinters Tor. Dies führte auf der einen Seite dazu, dass es dem HCR ziemlich schwer fiel, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien und ihm drei Mal dem Druck geschuldete Fehler im Aufbau unterliefen, was zu Gegentoren hätten führen können oder gar müssen. Ruven Gruber im HCR-Tor präsentierte sich aber in exzellenter Verfassung.

Auf der anderen Seite führte die offensive Verteidigung der Gäste auch dazu, dass es regelmässig gefährlich wurde, sobald es die Winterthurer in des Gegners Platzhälfte schafften. Symptomatisch dafür war das 2:0 in der 12. Minute, als ein schnell vorgetragener Angriff via Marc Hauser bei Lukas Grunder landete, woraufhin dieser den Malanser Keeper gekonnt austanzte. Zehn Minuten zuvor war Michel Wöcke das Führungstor gelungen, indem er den Rebound eines Distanzschuss von Captain Nils Conrad aus spitzem Winkel im Tor unterbrachte. Am Ende des Startdrittels lag der HCR nicht unverdient mit 3:1 voran.

Tor des Monats, aber keine Punkte

Malans stellte darum im Mitteldrittel um und nahm einen Spieler weiter zurück. Am Spielverlauf änderte sich dadurch vorerst nichts Grundlegendes. Die Bündner befanden sich weiterhin öfter in Ballbesitz, doch der HCR besass immer wieder gute Chancen bei Gegenstössen und konnte sich gelegentlich auch in der Hälfte der Gäste festsetzen. Und es änderte auch nichts daran, dass sich beide Teams nicht eben durch eine ausnehmend hohe Effizienz im Verwerten der aufgelegten Chancen auszeichneten. Darum hiess es nach vierzig Minuten 4:3 für den HCR.

Dieser hatte Möglichkeiten besessen, um seinen Vorsprung auszubauen, Malans jedoch mindestens genauso oft welche, um heranzukommen. Dies gelang den Bündnern in der 49. Minute und weil postwendend noch ihre erste Führung folgte, war der HCR gezwungen, die Offensive vermehrt zu forcieren. Dies wurde belohnt mit einem Tor, das als Tor der Monats in Erinnerung bleiben könnte. Topskorer Tobias Studer musste den Ball nach einer Direktpassfolge über sechs Stationen nur noch ins leere Tor einschieben. Daraufhin folgte in den letzten fünf Minuten ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten energisch den Sieg. Letztlich trugen ihn die Gäste davon. Zuerst tankte sich Remo Buchli zu einem sogenannt hässlichen Tor durch und als der HCR in der Schlussphase Gruber vom Feld nahm, traf Malans, unterbrochen von Moritz Schaubs gekonnt herausgespieltem nochmaligen Anschlusstor, noch zweimal ins verlassene Gehäuse.

Überzeugender als gegen Chur

Nichts erinnerte in der Axa-Arena an das überaus zähe Spiel in Chur. Der HCR trat wesentlich überzeugender auf, besass in Gruber einen starken Rückhalt und lag lange Zeit in Führung. Am Ende reichte es aber wieder nicht. Der HCR unterlag auch dem zweiten, dem besseren Bündner NLA-Vertreter mit 6:8. Dennoch, der Auftritt war aller Ehren wert und es fehlte wenig, um den Tabellenvierten in die Knie zu zwingen und so die drei in Chur unnötig liegen gelassenen Punkte zurückzuholen. Nur wird es nicht für die Playoffs reichen, wenn nicht umgehend die Resultate den Leistungen entsprechen.

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