Unihockey

Späte Enscheidung gegen Red Ants

Viele Zweikämpfe, wenig Tore, eine späte Entscheidung – die Red Ants unterliegen dem Meister Kloten-Dietlikon Jets 1:4. Ein ansprechender Auftritt, dem nur die offensiven Akzente fehlten.

Esther Jeyabalasingam (Nummer 22) versucht, sich gegen die starke Abwehr der Kloten-Dietlikon Jets durchzuspielen.

Esther Jeyabalasingam (Nummer 22) versucht, sich gegen die starke Abwehr der Kloten-Dietlikon Jets durchzuspielen. Bild: Irene Tschümperlin

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In der Vorwoche schnupperten die Kloten-Dietlikon Jets in Tschechien zwei Drittel lang am Gewinn des Champions Cup, in der heimischen NLA erzielten sie bisher im Schnitt über neun Tore pro Partie. Gegen die Red Ants mussten sich die Zürcher Unterländerinnen aber mehr als eine halbe Stunde lang gedulden, ehe sie durch Hana Konickova in Führung gingen.

Bis dahin hatten die Winterthurerinnen dem Dauerdruck mit viel Einsatz widerstanden, vermochten jedoch in der Vorwärtsbewegung ihrerseits nichts Zählbares zu produzieren. «In Ballbesitz fehlt es uns an der Ruhe und auch etwas am Mut, uns durchzuspielen», analysierte Red-Ants-Coach Lukas Eggli. So waren es die Jets, die sehr viel Ballbesitz aufwiesen und die wacker kämpfenden Winterthurerinnen einschnürten.

«Die Jets sind unberechenbarer als Piranha und gewannen dank ihrer individuellen Klasse»Lukas Eggli, Trainer Red Ants

Als die ehemalige Red-Ants-Verteidigerin Tanja Bühler wenige Sekunden vor der zweiten Sirene auf 2:0 erhöhte, war das hingegen nicht der Beginn eines Schaulaufens des Meisters. Im Gegenteil, in der Startminute des Schlussabschnitts verkürzte Géraldine Rossier, die Hoffnung auf einen weiteren Punktgewinn gegen einen Meisterschaftsfavoriten lebte wieder auf. Anders als beim Sieg gegen Piranha Chur in der Vorwoche gelang aber kein Schlussspurt mehr. Als die Winterthurerinnen ihr Spiel mehr öffnen mussten, wurden sie zweimal gekonnt ausgekontert. Nina Metzger und die Weltmeisterin Alice Granstedt, beide Male von Julia Suter bedient, entschieden das Derby in der 54. und 56. Minute mit den Treffern zum 4:1.

Personeller Engpass

«Die Jets sind unberechenbarer als Piranha und gewannen dank ihrer individuellen Klasse», sagte Lukas Eggli, der mit der Leistung seines Teams und dem kämpferischen Einsatz soweit zufrieden war. Dies auch angesichts des knappen Kaders, da fünf Spielerinnen nicht zur Verfügung standen. Für Melea Brunner und Esther Jeyabalasingam war es zudem schon das zweite Duell mit den Jets innert weniger Stunden – kurz zuvor hatten sie dem abstiegsbedrohten U-21-Team der Winterthurerinnen zum Sieg verholfen. «Aus Sicht des Vereins sind solche Einsätze verständlich, aber zwei Partien hintereinander auf höchstem Level sind schwierig», gab sich Lukas Eggli diplomatisch.

Nun sollte sich die Personalsituation aber wieder etwas entspannen. Schweden-Rückkehrerin Jasmin Krähenbühl wird ab dieser Woche im Training erwartet und auch bezüglich Sindy Rüegger (Kreuzbandriss im Sommer) sollte noch diese Woche von den Ärzten grünes Licht bezüglich Einsätzen auf dem Feld kommen. Das würde für die anstehende Doppelrunde vom kommenden Wochenende für etwas Entlastung sorgen.

Erstellt: 20.01.2020, 18:08 Uhr

NLA

Kloten-Dietlikon – Red Ants 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

Ruebisbach. – 241 Zuschauer. SR Lehmann/Rhöös. – Tore: 31. Konickova (Wieland) 1:0. 40. Bühler (Metzger) 2:0. 41. Rossier (Kuhn) 2:1. 54. Metzger (Suter) 3:1. 56. Granstedt (Suter) 4:1. – Strafen: je 1-mal 2 Minuten. – Red Ants: Heer; Jael Koller, Tanner; Frick, Schmuki; Brunner, Kuhn, Rossier; Leone, Mattle, Scheidegger; Krausz, Brolund, Kühne; Jeyabalasingam. – Bemerkungen: Red Ants ohne Mäkelä (beruflich abwesend), Larsson (krank), Rüegger, Tabitha Koller (verletzt).

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