Eidgenössisches Turnfest

Wenn das Vergnügen Vorrang hat

Am Eidgenössischen Turnfest lebten die Vereine das Miteinander und die Freude am Turnen. In der höchsten Leistungsklasse wird der TV Dinhard 33. und damit bester Verein aus der Region.

Der DTV Seuzach landete auf dem undankbaren 4. Rang.

Der DTV Seuzach landete auf dem undankbaren 4. Rang. Bild: Harald von Mengden

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Die 76. Austragung des Eidgenössischen Turnfestes (ETF) ging am Sonntag mit einer farbenfrohen Schlussfeier zu Ende. Der Präsident von Swiss Olympic, Jürg Stahl aus Brütten, erklärte in seiner Rede: «Ich bin so stolz, ein Teil von euch zu sein! Der Zusammenhalt, das Durchmischen der Generationen, die Lebensfreude, das ist einzigartig. Wenn etwas fast zweihundert Jahre besteht, haben viele vor uns was richtig gemacht. Heute noch wird in so vielen Hallen und auf Sportplätzen geübt, trainiert und bewegt. Ich danke stellvertretend meinem Oberturner Urs Altorfer für dieses Engagement.»

Am zweiten Wochenende lag der Fokus auf den Vereinswettkämpfen: Über 45000 Athletinnen und Athleten aus 2371 Vereinen machten den Turnfestsieg unter sich aus. Seit 1871 wird die Anzahl der Turnenden in der Wertung mitberücksichtigt, um nicht grosse Riegen zu benachteiligen. Siegerverein und damit Turnfestsieger wird der Gewinner der ersten Stärkeklasse mit 35 und mehr Turnerinnen und Turnern pro Wettkampfteil. Mit 0,02 Punkten gewann der STV Wangen, der Drittplatzierte des letzten ETF in Biel, nun den Prestigetitel und entthronte den dreifachen Seriensieger STV Wettingen. Für viele zu Recht, da der STV Wangen die Vielseitigkeit lebt. Turnen und im Speziellen Turnfeste leben von der Vielfältigkeit: von den Disziplinen Gymnastik, Aerobic, Geräteturnen, Leichtathletik, Nationalturnen und Fachtesten. Der STV Wettingen zeigte «nur» drei Gerätevorführungen, der STV Wangen wählte sieben Disziplinen aus vier Sparten.

«Für die reine
Leistung gibt es
die Schweizer
Meisterschaften.»

Neben der Leistung stehen an Turnfesten auch das Miteinander und die Vielseitigkeit im Vordergrund. Für die reine Leistung gibt es die Schweizer Meisterschaften. So setzten sich die Vereine das Ziel, mit allen teilzunehmen – im Wissen, dass dies den Notendurchschnitt drücken kann.

Diesem Credo folgten 17 Vereine aus der Region. Am besten schnitt dabei der TV Dinhard ab mit Rang 33 von 113 Riegen. Die höchste Note lieferten die Speerwerfer mit einer 9,93 und die Geräteturnerinnen am Schulstufenbarren mit einer 9,23. Insgesamt aus den drei Teilen und den gewählten acht Disziplinen ergab es 27,91 Punkte. Nur 0,01 Punkte zurück rangiert auf Rang 34 der TV Henggart, was die Leistungsdichte der Vereine unterstreicht. Die Differenz zwischen den einzelnen Riegen war gering. Es waren rund 15 Prozent mehr Vereine am Start als beim letzten ETF 2013.

TV Brütten glänzte

Für ein Glanzresultat sorgte der TV Brütten im einteiligen Vereinswettkampf Gymnastik in der Kategorie Frauen/Männer (35+). Die 19 Frauen überzeugten mit Charme und einer kreativen Choreografie auf dem Gymnastik-Kleinfeld Zuschauer und Wertungsrichter. Mit einer 9,67 und nur 0,1 Punkten hinter den Siegerinnen aus Locarno gewannen sie Bronze.

Bloss 0,05 Punkte hinter dem Podest landete der DTV Seuzach im einteiligen Vereinswettkampf Gymnastik bei den Aktiven. Mit der Note 9,72 landeten die zehn Gymnastinnen auf dem undankbaren 4. Rang.

Erstellt: 24.06.2019, 20:10 Uhr

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