Nicholas Stucki

Winterthurer Beachsoccer-Goalie inmitten der Weltelite

Wenn vom 12. bis 16. Februar in Moskau der «Mundialito de Clubes» über die Bühne geht, ist mit Nicholas Stucki auch ein Winterthurer dabei. Er steht im Tor der Grasshoppers.

Nicholas Stucki ist ein Topgoalie im Beachsoccer. Trotzdem will er bald kürzer treten.

Nicholas Stucki ist ein Topgoalie im Beachsoccer. Trotzdem will er bald kürzer treten. Bild: Urs Kindhauser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der «Mundialito de Clubes» wurde erstmals 2011 in Brasilien ausgetragen. Die Kleine Weltmeisterschaft der Vereine, wie sie auf Deutsch heisst, findet heuer zum zweiten Mal hintereinander in Moskau statt und gilt als das renommierteste Clubturnier in der Beachsoccer-Szene. Eingeladen wurden acht Teams aus der ganzen Welt: Lokomotiv (Russland), Levante (Spanien), Tokyo Verdy (Japan), Alanya Belediye Spor (Türkei), Spartak (Russland), Braga (Portugal), Flamengo (Brasilien) und die Grasshoppers. Die Zürcher, aktueller Schweizermeister, wurden nachträglich eingeladen, weil ein anderes Team verzichten musste.

«Der Anreiz, sich mit den Besten zu messen, ist enorm. Es soll ein Highlight werden»Nicholas Stucki

Somit bietet sich den «Sandhoppers» die Gelegenheit, sich mit einigen der besten Teams zu messen. Weil die Einladung kurzfristig erfolgte, kam es zu einem personellen Engpass. Und für Nicholas Stucki öffnete sich eine Tür. GC-Spielertrainer Sandro Spaccarotella kam auf ihn zu, und dann ging alles schnell. «Ich hatte nur einen Tag zum Überlegen», erzählt Stucki. Nun bietet sich dem Winterthurer die Chance, sich inmitten der Weltelite zu präsentieren.

Kein Wechsel ins Ausland

«Der Anreiz, sich mit den Besten zu messen, ist enorm», begründet Stucki seinen Entscheid, «es soll ein Highlight werden». Dabei hatte er mit der internationalen Beachsoccerkarriere bereits abgeschlossen. Im Herbst hatte er nach einem Zerwürfnis den abrupten Rücktritt aus der Nationalmannschaft gegeben.

Obschon erst 25-jährig, wird er voraussichtlich nur noch eine Saison bei den Winti Panthers spielen und sich danach auf sein Studium (Umweltbiotechnologie) konzentrieren. So liebäugelt er auch nicht mit einer internationalen Club-Karriere im Beachsoccer, obschon Moskau das ideale Sprungbrett dafür wäre. «Nein, ein Vertrag im Ausland ist ausgeschlossen», hält Stucki fest. Die Szene sei ihm zu oberflächlich, oft seien es zusammengewürfelte Teams, wo der Zusammenhang fehle. Bei den Winti Panthers fühle er sich wohl, «bei uns wird der Teamspirit gross geschrieben», betont der frühere Handballgoalie.

GC in der «Todesgruppe»

In Moskau sind die Grasshoppers nur Aussenseiter. Gegner sind Spartak, Braga und Flamengo – hochkarätige Teams, gespickt mit Nationalspielern und ausländischen Verstärkungen. «Eine Todesgruppe», wie sie Stucki nennt. Eine Halbfinalqualifikation käme einer Überraschung gleich. Erster Gegner ist am Mittwoch Spartak Moskau. Nebst Stucki und den sieben anderen Schweizern bei GC sind mit dem Nationalgoalie Eliott Mounoud (Levante) und Dejan Stankovic (Alanya Belediye Spor) zwei weitere Schweizer in Moskau im Einsatz.

Erstellt: 10.02.2020, 17:29 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!