Schweizer Schaulaufen im Engadin

Am 51. Engadin Skimarathon gibt es durch Dario Cologna und Nathalie von Siebenthal bei den Männern und den Frauen Schweizer Siege.

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Dario Cologna setzte einen Tag vor seinem 33. Geburtstag in seiner Heimat ein weiteres Markenzeichen. Der vierfache Olympiasieger gewann den Engadin Skimarathon zum vierten Mal. Mit Ausnahme der ersten Kilometer über die Oberengadiner Seen hielt sich der Münstertaler stets in den vordersten Positionen auf. So trug er massgeblich dazu bei, dass sich eine Achtergruppe im Stazerwald atypisch früh vom grossen Feld lösen konnte.

Weil die Spitzengruppe fortan hervorragend harmonierte, machte das Oktett auf den letzten paar hundert Metern den Sieg unter sich aus. «Aufgrund der Zusammensetzung rechnete ich mir im Sprint gute Chancen aus», sagte Cologna. Seinem Antritt im Anstieg zur Zielkurve und seinem Beschleunigungsvermögen auf der ebenen Zielgeraden war niemand gewachsen.

Cologna siegte drei Zehntel vor dem Franzosen Jean-Marc Gaillard und fünf vor dem Norweger Anders Glöersen, dem Sieger von 2014. Hinter Clément Parisse, einem weiteren der starken Franzosen, holte der junge Davoser Cédric Steiner den 5.Platz. Sie alle waren innert einer Sekunde klassiert. Mit den 1:22:23 Stunden verbesserte Cologna den Streckenrekord des Olympiasiegers von 2002 und ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Tor Arne Hetland um knapp zwei Minuten.

«Ein schnelles Rennen war mir wichtig und kam mir entgegen», erklärte Cologna. Aufgrund der eisigen Unterlage auf der zweiten Streckenhälfte war diese Voraussetzung gegeben. Cologna wäre dies fast zum Verhängnis geworden. Bei einem Sturz bei Kilometer 35 erlebte er einen kurzen Schreckmoment. Seiner Routine verdankte er sein schnelles Umstellen auf die neue Situation: «Ich verstand es, ruhig zu bleiben und die Nerven nicht zu verlieren.» Rasch war er zurück in der Gruppe und damit schnell wieder der klare Favorit.

Von Siebenthals perfektes Rennen

Im Vergleich zu den bisherigen Austragungen starteten in diesem Jahr die Elite-Frauen fünf Minuten vor den Männern. Nur Vorteile sahen darin aber weder sie noch die Männer. «Das Rennen wurde unruhiger», stellte Cologna fest und beschrieb den Augenblick des Zusammenschlusses just beim Anstieg zur Sprungschanze in St. Moritz. Die WM-Siebte Nathalie von Siebenthal pflichtete ihm bei: «Es wurde hektisch, weil das Tempo anzog.»

Von Siebenthal verstand es aber bestens, damit umzugehen. Im Männersog verabschiedete sie sich im Stazerwald von der Konkurrenz. Als sie aber in der Ebene um Samedan den Anschluss an die Männergruppe einbüsste, war sie wieder allein. Die Norwegerin Astrid Öyre Slind schloss praktisch wieder auf. Dank eines «weiteren Männer-Schnellzugs» konnte sie aber wieder wegziehen. Im Ziel verfügte sie über einen beruhigenden Vorsprung von 59 Sekunden. «Ein toller Erfolg mit grossem Prestige, ein perfektes Rennen», kommentierte die Berner Oberländerin ihre Engadiner-Premiere. (sda)

Erstellt: 10.03.2019, 10:34 Uhr

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