Ski-Präsident schimpft über «Trottel»-Langläufer

Nach der Festnahme von Dominik Baldauf und Max Hauke kündigt der österreichische Verbandspräsident Konsequenzen für den gesamten Langlaufsport im Land an.

Peter Schröcksnadel, Präsident des österreichischen Skiverbands, äussert sich im ORF abschätzig über den neusten Dopingskandal. (Video: ORF)

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Nicht zum ersten Mal will ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel den Langlauf-Spitzensport vom Verband trennen. Zudem will er nach Saisonende den Vertrag mit dem langjährigen Disziplinenchef Markus Gandler auflösen.

Der Dopingverdacht gegen das ÖSV-Duo werfe einen Schatten auf die eigentlich sehr erfolgreiche WM. «Das tut sehr weh. Leider ist die Freude über die heutige Medaille getrübt, weil diese Dopinggeschichte schwer wiegt», sagte Schröcksnadel im ORF. Nach der folgenschweren Razzia in Turin hatte er die Absonderung des Langlaufs aus dem ÖSV erwogen, die Idee wurde damals aber nicht umgesetzt.

Langlauf soll neu aufgestellt werden

Diesmal werde es aber Konsequenzen geben, sagte er gegenüber «Nachrichten.at». «Ich werde mich sicher nicht mehr dafür stark machen, dass für den Spitzensport im Langlauf in Österreich Geld ausgegeben wird. Ich habe keine Lust, jedes Mal Angst haben zu müssen, dass jemand aus dem Bereich etwas tut, für das ich dann gerade stehen muss», erklärte der ÖSV-Langzeitchef und kündigte personelle Konsequenzen an. «Nach der Saison wird der Langlauf neu aufgestellt.»

Es gebe keine Hinweise auf eine Doping-Beteiligung von ÖSV-Betreuern, Gandler müsse als Sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon aber trotzdem nach diesem Winter gehen. «Schade, dass wir als Verband betroffen sind, wir sind aber keine Täter. Wir werden uns dennoch trennen, er wird aber die WM fertigmachen. Das ist keine Schuldzuweisung, er ist sicher nicht Täter», so Schröcksnadel über den seit 2003 tätigen Spartenchef, der wie er auch schon bei früheren Skandalen im Amt gewesen war. Gandler selbst hatte bereits vor dem Ausbruch der jüngsten Probleme seines baldigen Rückzug angedeutet.

Baldauf und Hauke bezeichnete Schröcksnadel als «Trottln», die gedankenlos grossen Schaden anrichten würden. «Soviel Dummheit wie diese zwei Burschen darfst du gar nicht haben, das gehört verboten. Zwei solche Trottln, die so etwas machen.» (red)

Erstellt: 01.03.2019, 06:10 Uhr

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