Feuz nur vom Einheimischen geschlagen

Beat Feuz fährt in der Abfahrt von Bormio mit lädiertem Mittelhandknochen auf Rang 2. Nur Dominik Paris ist schneller.

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Innerhalb von 48 Stunden zweimal die schwierige Abfahrtsstrecke in Bormio zu bewältigen, zehrt an den Kraftreserven der Athleten. Damit diese wenigstens etwas geschont werden, wurde beim Ersatzrennen für Gröden nicht von ganz oben gestartet, sondern rund 100 Höhenmeter weiter unten im flacheren Teil. Der steilste Starthang im Weltcup – bis zu 63 Prozent Gefälle – fiel somit weg.

Für Beat Feuz, der mit gebrochenem Mittelhandknochen fuhr, kein Nachteil. «Ich hätte die drei Zehntel Rückstand, die ich mir am Start einhandelte, auch im Rennen nicht aufgeholt», sagte der 32-jährige Berner zu SRF. Feuz versuchte mit einem Stockstoss in die Gänge zu kommen, was wegen der gebrochenen Hand aber nicht funktionierte. Danach wechselte er auf Schlittschuhschritte, was ihm besser behagte.

Der Hattrick von Paris

Bis ins Ziel blieb Feuz' Rückstand praktisch gleich. Am Ende lag er 39 Hundertstel hinter dem Sieger Dominik Paris. Der 30-jährige Italiener war auf seiner Heimstrecke nicht zu bezwingen und feierte den dritten Abfahrtssieg in Serie, den vierten insgesamt auf der Stelvio. «Es ist immer wieder eine grosse Herausforderung, diese Piste zu bewältigen. Ich freue mich aber schon, wenn ich am schnellsten bin», strahlte Paris, der auch Sänger einer Metal-Band ist. Als Dritter komplettierte der Österreicher Matthias Mayer das Podest. Drei Hundertstel hinter Feuz. Die übrigen Athleten lagen eine Sekunde und mehr zurück.

Eine Schrecksekunde erlebte Vincent Kriechmayer. Der 28-jährige Österreicher aus dem erweiterten Kreis der Sieganwärter war mit rund 100 km/h unterwegs, als er bei einer Welle einen Schlag erlitt und den linken Ski verlor. Mit viel Glück vermied Kriechmayer einen Sturz, der böse hätte ausgehen können. Nach diesem Zwischenfall wurde das Rennen unterbrochen und die Stelle etwas entschärft. Der Schweizer Niels Hintermann kam später an diesem Ort ebenfalls trotzdem beinahe zu Fall und konnte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten.

Generell forderte die anspruchsvolle Piste den Athleten alles ab. Im Ziel waren bei vielen Fahrern die Oberschenkelmuskeln übersäuert. Sie hatten Mühe, rechtzeitig vor den Werbebanden abzubremsen. Einige Speedspezialisten liessen sich sogar von ihnen auffangen. Bei der zweiten Abfahrt innerhalb von 48 Stunden am Samstag wird es für die Fahrer noch etwas härter. Es wird vom Originalstart losgefahren. Eines ist aber gleich wie am Freitag: Paris wird wieder der Gejagte sein.


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Erstellt: 27.12.2019, 13:16 Uhr

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