Zum Hauptinhalt springen

Podladtchikov stürzt schwer – das ist die Diagnose

Der Schweizer Snowboarder kehrt nach elf Monaten zurück in die Halfpipe – und wird mit dem Rettungsschlitten abtransportiert.

Aufprall auf der Kante und dann mit dem Kopf voran in die Pipe: Iouri Podladtchikovs Comeback missglückt im Final. Bild: AP Photo/Ng Han Guan

Snowboarder Iouri Podladtchikov wird die Verletzungshexe nicht los. Elf Monate nach dem schweren Sturz an den X-Games in Aspen, der ihn den Olympiastart kostete, schlug Podladtchikov auch beim Comeback in China gleich wieder hart auf.

Es passierte im ersten Lauf des Finals beim vierten Trick. Der 30-jährige Zürcher, Olympiasieger 2014 in Sotschi, wurde von einer starken Windböe aus der Halfpipe getrieben. Iouri Podladtchikov landete mit den Füssen ausserhalb der Pipe, daraufhin schlug er mit dem Oberkörper hart auf. Podladtchikov versuchte noch aufzustehen, musste aber mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

Podladtchikov zog sich genau die gleichen Verletzungen zu wie am 28. Januar 2018 in Aspen: Nasenbeinbruch, Gehirnerschütterung, ausserdem Prellungen an der Hüfte und der linken Schulter. Für weitere Untersuchungen kehrt er umgehend in die Schweiz zurück.

«2018 wollte mir noch eine gebrochene Nase verpassen.» Podladtchikov nimmts mit Humor. Bild: Instagram
«2018 wollte mir noch eine gebrochene Nase verpassen.» Podladtchikov nimmts mit Humor. Bild: Instagram

Zum dritten Mal innerhalb von 21 Monaten stürzte Iouri Podladtchikov schwer. Vor dem Unfall an den X-Games verletzte er sich Ende März 2017 in der Sierra Nevada. Der Kreuzbandriss stellte schon damals die Olympiavorbereitung in Frage. Doch Podladtchikov kämpfte sich bravourös zurück: Am 20. Januar 2018, einen Monat vor dem Olympia-Event, feierte er in Laax den letzten Weltcupsieg. In China startete Podladtchikov seither erstmals wieder im Weltcup.

Und trotz seines Sturzes vergisst er den Sieger des Springens nicht. Bild: Instagram
Und trotz seines Sturzes vergisst er den Sieger des Springens nicht. Bild: Instagram

Podladtchikovs Verletzung überschattete den ersten Weltcupsieg des 24-jährigen Jan Scherrer vom Skiclub Davos. Scherrer hatte schon am Mittwoch in der Qualifikation die Bestnote erreicht. Gewonnen hatte der Ostschweizer zuvor nur im Europacup, zuletzt im März 2018 in Laax. Im Weltcup schaffte es Scherrer zum dritten Mal aufs Podest, wobei die ersten beiden Topklassierungen vier und sieben Jahre zurückliegen. «Mein Ziel war das Podest», so Scherrer. «Bereits im Training gelangen mir Tricks wie noch nie. Da wusste ich, wie viel drin liegen kann, wenn ich meinen Run stehe.»

Scherrer, Neunter im Februar an den Winterspielen von Pyeongchang, bewies mentale Stärke. Denn Iouri Podladtchikov startete und stürzte unmittelbar vor Scherrers erstem Finaldurchgang. Das sei keine einfache Situation gewesen. «Ich musste versuchen, wegzustecken, was Iouri (Podladtchikov) direkt vor mir passiert ist. Es gelang mir, alles auszublenden.»

Bei den Frauen musste sich Verena Rohrer nur der Chinesin Xuetong Cai geschlagen geben. Für die 22-jährige Schwyzerin war es der erste Weltcup-Podestplatz der Karriere.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch