Squash

Winterthur verliert ein NLA-Team

In der neuen Nationalliga-A-Saison wird keine Winterthurer Frauenequipe mehr am Start sein. Es sind zuwenig Squasherinnen verfügbar.

Caroline Bachem spielt diese Saison für Fricktal in der NLA der Frauen, da ihr Stammverein SRC Winterthur kein Team stellt.

Caroline Bachem spielt diese Saison für Fricktal in der NLA der Frauen, da ihr Stammverein SRC Winterthur kein Team stellt. Bild: Stefan Kleiser

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In der Schweiz nimmt die Anzahl der ambitionierten Squasherinnen seit einigen Jahren kontinuierlich ab. Zwar haben ein halbes Dutzend Spielerinnen eine Lizenz für die Profitour gelöst und stehen überall auf der Welt im Court. Doch an der heimischen Meisterschaft nehmen immer weniger Teams teil. Nun ist es auch im Squash Racket-Club Winterthur so weit: Der mehrfache Schweizer Meister kann in der neuen Saison keine NLA-Equipe mehr stellen – weil die Spielerinnen für ein Team fehlen.

Es war anders geplant. Die Meisterschaft, an der zuletzt vier Teams teilnahmen, wird in diesem Winter in einem neuen Modus ausgetragen. Bisher wurden einzelne Runden und Playoff gespielt. Neu finden alle Partien an zwei Wochenenden statt. Das bringt Vorteile für die international engagierten Spielerinnen: Sie müssen sich nur noch zwei Termine freihalten – oder weniger anreisen wie die Meisterschaftszweite Ambre Allinckx, die im Sommer von Kriens nach Barcelona gezügelt ist.

Cindy Merlo in den USA

Auch in Winterthur hatte man gehofft, dank der Neuerung am 25. und 26. Januar, wenn die erste Hälfte der NLA-Meisterschaft ausgetragen wird, auf Cindy Merlo zählen zu können. Die Schweizer Meisterin, im World Ranking auf Platz 67 geführt, ist die Spitzenspielerin des SRCW. Aber: «Leider schaffe ich es nicht teilzunehmen», meldet die 21-Jährige. «Wie letztes Jahr bin ich an Turnieren in den USA.» Morgen Freitag reist Cindy Merlo nach Übersee ab.

Zudem kommt Gaby Huber, vor acht Jahren die Nummer 29 der Welt, nicht auf ihren Rücktritt von April zurück. Steffi Müller wiederum ist nach einer Schulteroperation nicht mit dabei. Und Spielleiterin Monika Bettoni verletzte sich vor neun Monaten beim Skifahren am Knie und ist erst wieder ins Training eingestiegen.

«Caroline Bachem war die einzige Spielerin», erklärt Monika Bettoni. Auffüllen mit Spielerinnen aus dem Nationalliga-B-Team war keine Option – zu gross ist die Differenz im Leistungsniveau.

Als es sich abgezeichnet habe, dass es in Winterthur kein NLA-Team geben werde, habe sie sich in Absprache mit dem Verein nach Alternativen umgeschaut, erzählt Caroline Bachem. «Ich habe zugesagt bei Fricktal», verrät die Nummer 9 des Schweizer Frauen-Rankings. Ob ihr ohne regelmässige Duelle in der höchsten Liga der Frauen nun nicht Wettkämpfe fehlten? Caroline Bachem verneint. «Ich spiele in Winterthur noch bei den Männern in der 1. Liga. So komme ich auch zu meinen Spielen.»

Drei Teams am Ladies Cup

«Für uns steht nun der Ladies Team Cup im Mittelpunkt», sagt Monika Bettoni. Der neue Wettbewerb findet am 25. und 26. Januar in Uster parallel zur NLA-Qualifikation statt, ist als Anlass «für Spielerinnen aller Niveaus» ausgeschrieben und soll Squasherinnen aus dem Bereich Breitensport wieder an den Wettkampf heranführen. Der Ladies Team Cup findet explizit ohne NLA-Squasherinnen statt. «Wir haben aus Winterthur drei Teams angemeldet, bestehend aus lizenzierten und Hobby-Spielerinnen», erklärt die SRCW-Spielleiterin.

Erstellt: 15.01.2020, 15:46 Uhr

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