Zum Hauptinhalt springen

Unerwartetes Plus in WinterthurStadt Winterthur machte 28 Millionen Gewinn

Die Jahresrechnung 2019 der Stadt Winterthur schliesst 10,3 Millionen Franken besser ab als erwartet. Der Stadtrat fürchtet für die kommenden Jahre aber steigende Schul- und Sozialkosten.

Die Stadt Winterthur schreibt ein kleines Plus.
Die Stadt Winterthur schreibt ein kleines Plus.
Foto Emanuel Ammon/AURA Copyright by Tamedia AG

Ursprünglich hatte die Stadt Winterthur für 2019 einen Verlust von 37,1 Millionen Franken budgetiert. Das war allerdings noch unter den alten Regeln, welche die Abgrenzung der Gelder aus dem Finanzausgleich forderten. Diese Regel wurde vom Kantonsrat mittlerweile gekippt. Doch auch wenn man den Effekt abzieht, bleiben aus dem Jahr 2019 rund 10,3 Millionen Franken mehr in der Stadtkasse als budgetiert. Die Rechnung ist mit 28,1 Millionen Franken im Plus.

Veränderungen gegenüber den Erwartungen gab es in mehreren Bereichen. Positiv ins Gewicht fielen unter anderem, dass die Kosten bei der Sozialhilfe tiefer ausfielen als geplant (6,1 Millionen Franken) und auch 1,3 Millionen Franken weniger Ergänzungsleistungen gezahlt wurden als budgetiert. Hingegen fielen bei der Pflegefinanzierung 3,2 Millionen Franken Mehrkosten an.

Nettoverschuldung abgebaut


Der Gesamtsteuerertrag liegt um 1,1 Millionen Franken über dem budgetierten Wert. Mehreinnahmen können bei den Grundstückgewinnsteuern (9,5 Millionen Franken) sowie bei den Steuern der natürlichen Personen (6,4 Millionen Franken) verzeichnet werden. Hingegen wurden 16,8 Millionen Franken weniger Firmensteuern gezahlt.

Die Nettoverschuldung konnte zum dritten Mal in Folge abgebaut werden und reduziert sich um 3,3 Millionen auf 1,173 Milliarden Franken beziehungsweise von 10’302 Franken auf 10’215 Franken pro Einwohner(in).

Der Stadtrat mahnt in seiner Medienmitteilung aber: «Die Kostensteigerungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales stellen die Stadt weiterhin vor grosse Herausforderungen, auch wenn sie im vergangenen Jahr teilweise unter den langjährigen Trends lagen.» So gebe es etwa einen «Trend zu höherem Kosten- und Mengenwachstum bei der schulergänzenden Betreuung und der Unterstützung der Kinderbetreuungseinrichtungen sowie der Pflegefinanzierung».