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Ansteckung beim SingenStille Nacht?

Nicht nur beim Singen, auch beim Musizieren mit Blasinstrumenten verbreiten sich Aerosole. Trotzdem muss an Heiligabend nicht vollkommene Stille herrschen.

Die Flötistin Natalie Schwaabe vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielt Querflöte, nachdem sie einen Zug aus einer nikotinfreien E-Zigarette genommen hat.
Die Flötistin Natalie Schwaabe vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielt Querflöte, nachdem sie einen Zug aus einer nikotinfreien E-Zigarette genommen hat.
Foto: Bayerischer Rundfunk

«Was für ein miserables Jahr», singt Robbie Williams in seinem neuen Weihnachtslied «Cant Stop Christmas». Desinfektionsmittel auf dem Wunschzettel. Der Samichlaus auf seinem Schlitten in zwei Meter Abstand.

Und nun stellt sich auch noch die Frage: Soll man an Weihnachten im grösseren oder kleineren Kreis der Familie überhaupt Weihnachtslieder singen? Wie riskant ist es, wenn die Kinder den Grosseltern, Onkeln und Tanten ihre Künste auf Blasinstrumenten vorführen?

Klar ist, dass jeder Mensch beim Atmen, Reden, Singen und beim Spielen von Blasinstrumenten einen «Atemnebel» erzeugt – feinste Schwebepartikel, die sogenannten Aerosole, die potenziell mit Viren belastet sind. Im Gegensatz zu den beim Niesen oder Husten freigesetzten, viel grösseren Tröpfchen halten sich Aerosole stundenlang in der Luft und können sich dort anreichern (lesen Sie mehr dazu: Sind Aerosole die Treiber hinter den steigenden Fallzahlen?). Wohl nicht mit dem ersten Atemzug, aber vielleicht mit dem fünfzigsten oder hundertsten könnten via Aerosole genug Viren inhaliert werden, dass es für eine Infektion mit Covid-19 reiche, so die These vieler Fachleute.

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