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Bäume stürzen um, Gerüst fällt auf Auto – Lolita tobt am Zürichsee

Sturm Lolita bringt Böen über 100 km/h. Die heftigen Winde machten vielerorts Feuerwehreinsätze nötig, vor allem wegen umgestürzter Bäume.

In der Zimmerbergregion hat der Sturm an diversen Stellen Bäume umgeworfen – hier ein Bild der geräumten Bergstrasse zwischen Horgen und Hirzel.
In der Zimmerbergregion hat der Sturm an diversen Stellen Bäume umgeworfen – hier ein Bild der geräumten Bergstrasse zwischen Horgen und Hirzel.
André Springer

Wegen des Wintersturms Lolita musste am Dienstagmorgen rund um den Zürichsee mehrfach die Feuerwehr ausrücken. Betroffen waren vor allem die höheren Lagen (oberhalb von 500 bis 600 Meter). Dort brachte das Sturmtief beim Durchgang der Kaltfront Windböen von deutlich über 100 km/h.

Auf dem Uetliberg wurde eine Orkanböe von 130 km/h gemessen, an der Wetterstation in Wädenswil erreichte der Sturm 108 km/h. Noch stärker war der Wind auf dem 1132 m hohen Hörnli: Dort gab es fast 140 km/h. Zudem kam es im Bereich der Kaltfront teilweise zu Blitz und Donner.

Feuerwehr räumte Strasse frei

Besonders heftig traf es die Zimmerbergregion. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, war die Zugerstrasse zwischen Horgen und Hirzel am Morgen wegen diverser umgestürzter Bäume gesperrt. Betroffen war auch ein Abschnitt der Bergstrasse.

Gemäss Auskunft des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) musste der Busbetrieb der Linie 150 zwischen Horgen Gstaldenrank und Hirzel Strickler vorübergehend eingestellt werden. Die Feuerwehr stand im Einsatz und räumte die Bäume von der Strasse.

Einen umgestürzten Baum von der Strasse räumen musste die Feuerwehr auch am Schöneggweg in Wädenswil. Weitere Meldungen von umgestürzten Bäumen und damit verbundenen Aufräumarbeiten bekam die Polizei aus den Gemeinden Thalwil und Zumikon. Kurzzeitig blockiert war zudem die Sihltalstrasse im Bereich der Bahnstation Sihlwald. Auch dort musste ein umgestürzter Baum aus dem Weg geräumt werden.

Küsnacht: Baugerüst stürzt auf Auto

Glück im Unglück hatte ein Fahrzeughalter in Küsnacht: Ein Baugerüst wurde dort vom Wind umgeweht und stürzte auf seinen Personenwagen. Der Besitzer des Wagens kam mit dem Schrecken davon.

Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, traten alle Schäden am Dienstagmorgen in der Zeit zwischen 10 und 11 Uhr auf, also während der stärksten Phase des Sturms. Bis am frühen Nachmittag konnten die blockierten Strassen wieder freigemacht werden.

Wegen des Sturms hat am Dienstag ausserdem die Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg (LAF) den Betrieb eingestellt. Die Gondeln bleiben bis zum Betriebsschluss in den Stationen. Dass die LAF bei starkem Wind den Betrieb einstellt ist allerdings nicht aussergewöhnlich.

Keine Probleme mit dem Sturm hatte die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt, verkehrten sämtliche Linien fahrplangemäss. Ganz anders sah es auf dem Greifensee aus: Dort wurde die Schifffahrt am Morgen eingestellt.

Schnee und Wind

Sturmtief Lolita wird auch im weiteren Tagesverlauf für kräftige Windböen sorgen. Entsprechende Warnungen des Wetterdienstes Meteoschweiz gelten bis in den Abend hinein. Zudem wird es kälter und die Schneefallgrenze sinkt bis am Abend bis in tiefe Lagen. Entlang der Voralpen kommen bis am Mittwoch 40 bis 70 cm Neuschnee zusammen.

Der Schnee macht sich in den höheren Lagen auf den Strassen bereits bemerkbar. So wurde der Betrieb der Buslinie 885 zwischen Goldingen und Atzmännig wegen Schneefalls vorübergehend eingestellt. Wer also mit dem ÖV auf den Atzmännig will, muss warten, bis Lolita sich ausgetobt hat.

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