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Schulen wieder geöffnetSüdkorea meldet deutlichen Anstieg bei Corona-Infektionen

Eine Frau misst die Körpertemperatur eines Autofahrers in Goyang, Südkorea.

SDA

8 Kommentare
    Thomas Baumann

    Da gab es mal 10 Fälle bei einem Autozulieferer in Deutschland, einen, zwei, drei Fälle in Frankreich - und plötzloch waren es zehn- oder hunderttausende, wie aus dem nichts.

    Das geht sehr schnell. In der Schweiz ist die Entwicklung jetzt 10-15-20-32 - alle zwei Tage eine Verdoppelung.

    Das Problem in Korea war: Da ist einer alleine durch die Nachklubs gezogen. So wie das bei uns gang und gäbe ist - einsamer Wolf eben. Üblicherweise sind die Ostasiaten gewohnheitsmässig in Gruppen. Auf Arbeit, mit den Arbeitskollegen feiern, nach Hause zur Familie, am Wochenende Familienschlauch. Fast ausschliesslich mit Familie und Arbeitskollegen. Wenn man im Ausgang einen Kreis mit den Arbeitskollegen bildet schützt das auch etwas vor dem Virus. Jedenfalls besser als Fremde anlabbern. Diese Sozialstruktur, welche die Kontakte etwas minimiert, sind mit ein Grund, warum es in Ostasien relativ gut gelang, das Virus unter Kontrolle zu halten. Einsame Wölfe und Wölfinnen auf Pirsch im Nachtleben sind der schlimmste Virenbeschleuniger, den es gibt (neben Freikirchen und Choranlässen - wenn die Körper zucken, weil der heilige Geist einfährt, dann werden ganz, ganz viele Viren freigesetzt).