Zum Hauptinhalt springen

Anzeige bei der StiftungsaufsichtSVP-Nationalrat in Pensionskassen-Affäre verstrickt

Franz Grüter liess sich als Stiftungsrat einer Pensionskasse über Jahre hohe Provisionen auszahlen. Jetzt hat die Aufsicht ein Verfahren eröffnet. Der Politiker bestreitet die Vorwürfe.

Hat als PK-Stiftungsrat über Jahre Zehntausende Franken an Provisionen kassiert: Franz Grüter, SVP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident von Green.ch.
Hat als PK-Stiftungsrat über Jahre Zehntausende Franken an Provisionen kassiert: Franz Grüter, SVP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident von Green.ch.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

In der Pensionskasse PK-Aetas geht es drunter und drüber. Auslöser ist eine Anzeige, die bei der bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht eingegangen ist. Sie verlangt die Absetzung des gesamten Stiftungsrats. Zudem sollen zivil- und strafrechtliche Schritte geprüft werden. Gezeichnet wurde die Anzeige von zwei Geschäftsleitungsmitgliedern der PK-Aetas. Stiftungsratspräsident ist Franz Grüter, Luzerner SVP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident des IT-Unternehmens Green.

PK-Aetas wurde 2003 in Bern gegründet. Damals brachte Grüter die Pensionskasse von Green in die Sammelstiftung ein. Er nahm Sitz im Stiftungsrat und bezog ein Honorar von jährlich bis zu 15’000 Franken. Doch das war nicht alles, wie in der Anzeige nachzulesen ist: Grüter handelte mit der PK-Aetas eine sogenannte Brokerage-Vereinbarung aus – als Provision für die Vermittlung des Unternehmens, dem er selbst vorstand. Anfänglich bewegte sich diese Selbstvermittlungsgebühr bei 3000 Franken pro Jahr. Mit dem Wachstum der Green-Gruppe erhöhten sich die Provisionen. In den letzten Jahren waren es jeweils rund 15’000 Franken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.