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Swiss dank tiefem Ölpreis mit mehr Gewinn

Die Swiss profitiert so stark vom tiefen Ölpreis, dass ihr Billig-Airlines und der starke Franken nichts anhaben können.

Der tiefe Ölpreis verhilft Swiss zu Höhenflügen beim Gewinn - trotz rückläufigem Umsatz.
Der tiefe Ölpreis verhilft Swiss zu Höhenflügen beim Gewinn - trotz rückläufigem Umsatz.
Keystone

Der Konkurrenzdruck und der starke Franken machen der Fluggesellschaft Swiss zu schaffen. Gleichzeitig profitiert sie aber so stark vom tiefen Treibstoffpreis, dass sie den Gewinn im dritten Quartal um mehr als einen Drittel steigern konnte. Auch das Sparprogramm Score trug dazu bei.

Die Billig-Airlines und die staatlich unterstützten Anbieter aus der Golfregion setzen die anderen Fluggesellschaften unter Druck. Die Konkurrenz ist hart. Um zu bestehen, will der Mutterkonzern der Swiss, die deutsche Lufthansa, die eigene Billigfluglinie Eurowings ausbauen.

Auch die Swiss leidet unter der Konkurrenz. Der Umsatz, der bei der Swiss Betriebsertrag genannt wird, sank im im dritten Quartal um 1 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken, wie die Swiss am Donnerstag mitteilte. Neben dem Konkurrenzdruck sei auch der starke Franken ein Grund für den Rückgang, schreibt die Swiss.

Auch über das gesamte bisherige Jahr gesehen ist der Umsatz leicht rückläufig. Er sank um 3 Prozent auf 3,82 Milliarden Franken. Dies obwohl die Swiss in diesem Zeitraum mehr Passagiere befördert hat als im Vorjahreszeitraum.

Mehr Gewinn

Doch der rückläufige Umsatz hat nicht einen tieferen Gewinn zur Folge. Im Gegenteil: Den Betriebsgewinn konnte die Swiss im dritten Quartal um 36 Prozent auf 187 Millionen Franken steigern. Ein noch deutlicheres Plus resultiert über die ersten neun Monate gesehen: In diesem Zeitraum stieg der Betriebsgewinn um 59 Prozent auf 401 Millionen Franken.

Der Hauptgrund für den deutlich höheren Gewinn ist, dass die Tankrechnung kleiner ausfiel. Die günstigeren Treibstoffpreise hätten in den ersten neun Monaten die negativen Währungseffekte mehr als wettgemacht, schreibt die Swiss. Das Kerosin ist einer der grössten Kostenposten bei Airlines.

Neben den tieferen Treibstoffpreisen liess auch das Sparprogramm Score den Gewinn steigen. Insgesamt sollen im Rahmen von Score 370 Massnahmen umgesetzt werden, schreibt die Swiss. Ende des dritten Quartals seien 169 Massnahmen abgeschlossen gewesen. Unter anderem soll die Treibstoffeffizienz verbessert und der Marktanteil in Genf ausgebaut werden.

Weichen richtig gestellt

«Wir freuen uns sehr über das positive Geschäftsergebnis», wird der per Ende Januar abtretende Swiss-Chef Harry Hohmeister in der Mitteilung zitiert. Das Resultat bestätige, dass die Weichen richtig gestellt worden seien. Um Wachstum und Profitabilität langfristig zu sichern werde man die Organisation und die Abläufe innerhalb des Lufthansa-Konzerns neu ausrichten, wird Hohmeister weiter zitiert.

Für das Gesamtjahr rechnet die Swiss mit einem deutlich höheren Betriebsgewinn als im Vorjahr. Zwar werde der starke Franken werde die Erträge weiterhin belasten, heisst es in der Mitteilung. Dank dem Sparprogramm Score und dem tiefen Kerosinpreis erwarte man aber dennoch ein gutes Jahresergebnis.

Lufthansa im Höhenflug

Auch die Lufthansa, der Mutterkonzern der Swiss, profitiert von den tiefen Treibstoffpreisen. In diesem Jahr dürften die Ausgaben für Flugzeugsprit nur noch bei 5,7 Milliarden Euro liegen - 300 Millionen Euro weniger als bisher erwartet.

Zudem verzeichnete die Lufthansa ein boomendes Sommergeschäft. Dadurch konnte die grösste deutsche Fluggesellschaft den Betriebsgewinn im Zeitraum von Juli bis Ende September um 51 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich standen 794 Millionen Euro - 41,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

SDA/ori

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