Bezirk Horgen

Telefonbetrüger ergaunern mehrere tausend Franken

Der Kantonspolizei Zürich ist am Freitag ein Telefonbetrug im Bezirk Horgen gemeldet worden. Angebliche Polizisten erbeuteten bei einer Rentnerin mehrere tausend Franken.

Erneut ist eine Rentnerin zwei falschen Polizisten auf den Leim gegangen. (Symbolbild)

Erneut ist eine Rentnerin zwei falschen Polizisten auf den Leim gegangen. (Symbolbild) Bild: Keystone

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Die Serie von Telefonbetrugsfällen im Kanton Zürich reisst nicht ab. Im aktuellsten Fall ist eine 71-jährige Frau aus dem Bezirk Horgen von falschen Polizisten hereingelegt geworden.

Die Rentnerin wurde am frühen Mittwochnachmittag von einem hochdeutsch sprechenden Mann, der sich als Polizist ausgab, telefonisch kontaktiert. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, warnte der falsche Polizist die Rentnerin, dass Täter es auf ihr Erspartes abgesehen hätten.

Die Frau zeigte sich skeptisch, worauf der falsche Polizist seinen Namen und seine Dienstnummer bekannt gab und sein Opfer aufforderte, umgehend via Telefonnummer 117 seine Identität zu überprüfen.

Komplizin hilft bei Betrug

Die Frau wählte die Nummer 117. Der Anrufer hingegen unterbrach die Leitung zur Rentnerin nicht, so dass diese unbemerkt und trotz der gewählten Nummer 117 mit dem Betrüger verbunden blieb. Dieser übergab unterdessen den Apparat einer Komplizin, die sich als Polizistin vorstellte und die Fragen des nichts ahnenden Opfers beantwortete.

Fälschlicherweise wähnte sich die Rentnerin nun in Sicherheit. Sie liess sich von den Betrügern überzeugen, ging zur Bank, hob dort mehrere tausend Franken Bargeld ab und deponierte es am vereinbarten Ort.

Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor solchen Betrugsmaschen und gibt folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein angeblicher Polizist Sie dazu bringen will, Bargeld abzuheben, zu überweisen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie Bargeld oder Zugangsdaten zu Bankkonten.
  • Verschaffen Sie sich Sicherheit, indem Sie den Hörer auflegen, ein paar Minuten warten und erst dann bei der Polizei über die Notrufnummer 117 nachfragen, ob es diesen Polizisten wirklich gibt. Noch besser ist, wenn Sie von einem anderen Apparat aus die Nr. 117 wählen.
  • Handeln Sie besonnen, indem Sie niemals Geldbeträge an ihnen unbekannte Personen überweisen, übergeben oder deponieren.
  • Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst, denn diese kennen die Merkmale des Telefonbetrugs. Sie haben in der Vergangenheit wiederholt solche Straftaten erkannt und verhindert. Nehmen Sie deshalb Warnungen von Bankangestellten ernst und lassen Sie deren Unterstützung zu.
  • Wenn Sie Opfer eines Betrugs oder Betrugsversuchs geworden sind, melden Sie sich bei der Polizei. Auch wenn Sie dem Betrüger rechtzeitig auf die Schliche gekommen sind, ist es wichtig, die Polizei über den Vorfall zu informieren.
  • Weitere wertvolle Hinweise zum Vorgehen der Täter und wie Sie sich gegen diese schützen können, erfahren Sie auf www.telefonbetrug.ch
(mst)

Erstellt: 17.01.2020, 14:57 Uhr

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