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Lexikon der GegenwartTo-do-Listen

Es fühlt sich gut an, die Dinge, die wir tun müssen, aufzuschreiben, zu erledigen und abzuhaken. Aber was, wenn unser Leben langsam zu einer Bucketlist verkommt?

Jeden Morgen schreibe ich mir acht Dinge auf, die ich an diesem Tag erledigen möchte. Ich versuche, die Aufgaben möglichst konkret zu formulieren. Also nicht «Leben in Griff kriegen», sondern «Kolumnen-Thema recherchieren». Das habe ich so in einem Ratgeber gelernt.

Meist komme ich mir blöd vor, wenn ich To-do-Listen schreibe, weil ich denke: Muss ich wirklich notieren «Wäsche machen»?! Aber ein Häkchen hinter eine erledigte Aufgabe zu setzen, fühlt sich kathartisch an. Es ist mein Äquivalent zur Belohnungszigarette. Zudem gibt es mir das Gefühl, «auf dem richtigen Weg zu sein». Wie früher gute Schulnoten.

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