Nürensdorf

Traditionsreicher Gasthof Bären bleibt bis im Herbst geschlossen

Seit Ende April ist das Restaurant im Zentrum Bären geschlossen. Und das wird voraussichtlich auch den Sommer über so ­bleiben, weil bisher kein neuer Pächter gefunden werden konnte. Die Suche geht nun weiter.

Die Türe bleibt zu: Weil kein Pächter gefunden werden konnte, bleibt der Gasthof Bären auch den Sommer über geschlossen.

Die Türe bleibt zu: Weil kein Pächter gefunden werden konnte, bleibt der Gasthof Bären auch den Sommer über geschlossen. Bild: Francisco Carrascosa

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Der bisherige Pächter des Bären in Nürensdorf hat seinen Vertrag auf Ende April gekündigt. Wie der Vorstand der Genossenschaft Zentrum Bären mitteilt, habe die Ausschreibung für einen neuen Pächter trotz schwierigem Umfeld für das Gastgewerbe «eine grosse Resonanz» gefunden.

Wie viele Interessenten sich ins­gesamt beworben haben, konnte Andreas Ledermann, Gemeindeschreiber von Nürensdorf und Geschäftsführer des Zentrums Bären, nicht sagen, da die Bewerbungen bei einer externen Stelle eingegangen seien. Nur so viel: «Zwei interessante Bewerber haben ihre Kandidatur letztlich aus persönlichen Gründen zurück­gezogen», heisst es in der Medienmitteilung.

Zeitpunkt der Wieder-eröffnung noch unklar

Die erfolglose Suche nach neuen Pächtern hat zur Folge, dass der altehrwürdige Gasthof zum Bären einige Monate lang geschlossen bleiben muss. Wann die «Aatrinkete» stattfinden wird, ist deshalb unklar. «Das Ziel ist, das Restaurant im Herbst wieder eröffnen zu können. Ob das August, September oder Oktober sein wird, steht zurzeit nicht fest», sagt Ledermann. Der Vorstand sei jedoch offen für kreative Konzepte, wie die Liegenschaft oder auch der schöne Garten in dieser Übergangszeit genutzt werden könnte.

Der Vorstand bereite nun eine Neuausschreibung vor, die einen noch grösseren Kreis von potenziellen Pächtern ansprechen soll. «Parallel dazu werden weitere Varianten geprüft, wie der Betrieb ab Herbst weitergeführt werden könnte», teilt der Genossenschaftsvorstand mit.

Eine lange Geschichte eines uralten Gebäudes

Von der Schliessung des Restaurants nicht betroffen sei der Mittagstisch für die Bewohner des Zentrums Bären. «Dieser konnte durch den Vorstand der Genossenschaft unterbruchsfrei sichergestellt werden», heisst es weiter.

Der Nürensdorfer Gasthof zum Bären hat eine lange Geschichte. Im Jahr 1474 wurde die Gaststätte erstmals urkundlich erwähnt. 510 Jahre später (1984) kaufte Hans-Jürg Angst, Inhaber des Handelsunternehmens Angst + Pfister, das Restaurant. Er renovierte das etwas heruntergekommene Haus und überraschte die Gastroszene mit der Anstellung der Starköchin Rosa Tschudi. Dadurch stieg das Wirtshaus in die Sphären der Haute Cuisine auf und belegte bis zur Schliessung im Juli 2005 immer vordere Spitzenplätze in den Ranglisten der Gourmettempel. Zuletzt erhielt der Landgasthof 15 von 20 möglichen Punkten im Gastroführer «Gault Millau Schweiz».

Als Gründe für die damalige Schliessung wurde die Einführung der 0,5-Promille-Alkoholgrenze angeführt. Da renommierte Gastrobetriebe auf einen guten Verkauf von Wein und Schnaps angewiesen sind, bedeutete die Alkoholpegelsenkung eine ebenso sinkende Rentabilität. Zudem machten einschneidende feuerpolizeiliche Auflagen dem Betrieb den Garaus.

2006 übernahm die Gemeinde Nürensdorf den Bären. Nach einer gründlichen Renovation wurde die Gaststätte wiedereröffnet. Jetzt steht nach mehreren Pächterwechseln erneut eine Schliessung an. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 10.05.2017, 16:16 Uhr

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