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Trump Jr: «Bombardiert diese Demokraten mit Anrufen»

Der Sohn des US-Präsidenten wirft mehreren Demokraten mangelnde Loyalität vor – und prangert sie auf Twitter an.

Wie sein Vater ein eifriger Twitterer: Donald Trump Junior, hier bei einem Wahlkampfauftritt für den US-Präsidenten in Texas. Foto: Keystone/AP/Eric Gay (15.10.2019)
Wie sein Vater ein eifriger Twitterer: Donald Trump Junior, hier bei einem Wahlkampfauftritt für den US-Präsidenten in Texas. Foto: Keystone/AP/Eric Gay (15.10.2019)

Der älteste Sohn von Donald Trump hat Anhänger des US-Präsidenten aufgerufen, demokratische Kongressabgeordnete mit Anrufen und Tweets zu bombardieren. Auf Twitter veröffentlichte Donald Trump Junior am Samstag eine Reihe von Kurzmitteilungen mit Twitter-Profilen und Telefonnummern von 31 Demokraten, die sein Vater umgehend weiter verbreitete.

Diese Demokraten hätten in der Vergangenheit gesagt, dass sie Trump unterstützten, und sie hätten gelogen, schrieb Trump Junior dazu. «Rufen Sie ununterbrochen an, twittern Sie ihnen, sagen Sie ihnen, dass das so nicht weitergeht & Sie sich im Nov daran erinnern werden.» In den USA wird im November 2020 gewählt.

Immerhin handelt es sich bei den veröffentlichten Telefonnummern nicht um Privatnummern, sondern um Büro-Nummern, die auch bei einer Internetsuche zu finden sind.

Druck auf unentschlossene Demokraten

Trump Junior stellte den Aufruf nicht in Zusammenhang mit der für kommende Woche geplanten Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über Anklagepunkte für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump.

Der Gedanke liegt allerdings nahe: Einige der aufgelisteten Kongressabgeordneten galten bis vor kurzem als unentschlossen, wie sie abstimmen sollen, oder haben sich Medienberichten zufolge noch nicht entschieden. Allerdings wird erwartet, dass die Demokraten die einfache Mehrheit erreichen. Sie haben 235 von 435 Sitzen, für eine einfache Mehrheit brauchen sie 218 Stimmen. Aufgehalten werden könnte die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens also nur, wenn sich eine signifikante Zahl von Demokraten dagegen aussprechen würde.

Der Präsident soll sich wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen des Kongresses, also des US-Parlaments, verantworten. Trump wäre dann der dritte Präsident in der Geschichte der USA, gegen den ein solches Verfahren offiziell eröffnet werden würde. Entschieden werden würde das Verfahren allerdings im Senat, wo Trumps Republikaner die Mehrheit stellen.

(sz.de)

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