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Jahresbericht PanecoÜber 300 tierische Patienten aufgenommen

In ihrem Jahresbericht veröffentlicht die Stiftung Paneco die Zahlen zum Betriebsjahr. Ein Rückblick.

Im Letzten Jahr wurde zum ersten Mal ein Sperlingskauz in der Greifvogelstation gesund gepflegt.
Im Letzten Jahr wurde zum ersten Mal ein Sperlingskauz in der Greifvogelstation gesund gepflegt.
Foto: Greifvogelstation Berg am Irchel/Stiftung Paneco

«Die Welt steht kopf, auch in Sumatra.» So lautet der erste Satz im Editorial des kürzlich publizierten Jahresberichts 2019 der Stiftung Paneco. Stiftungsgründerin Regina Frey schreibt von Annullierungen in der Ecolodge, einem der Zentren, das die Stiftung in Sumatra betreibt. Sie schreibt von der staatlich angeordneten Schliessung von Naturparks auf der Insel, was auch die Stiftung betrifft.

Paneco hat ihren Sitz in Berg am Irchel, dort betreibt sie die Greifvogelstation. Ausserdem das Naturzentrum Thurauen in Flaach. Die verschiedenen Bereiche sind unterschiedlich stark von der aktuellen Krise betroffen.

Sorgen bereitet der bisherige Verlauf des Jahres 2020, Frey blickt positiver auf das Jahr 2019 zurück: «Unser vergangenes Jahr war gut.»

80 Prozent der Vögel geheilt

Vögel wie diese Waldohreule wurden in Berg am Irchel gepflegt.
Vögel wie diese Waldohreule wurden in Berg am Irchel gepflegt.
Archivfoto: Marc Dahinden

292 gefiederte Patienten wurden 2019 in der Greifvogelstation aufgenommen. 230 davon konnten gesund wieder in die Freiheit entlassen werden. Einer davon war ein nur 70 Gramm schwerer Sperlingskauz – ein solches Tier wurde zum ersten Mal in der seit über 60 Jahren bestehenden Station behandelt.

138 Gruppen wurden durch die Räume in Berg am Irchel geführt, 37 waren Schulklassen. Total 4342 Personen liessen sich auf diese Art informieren.

Verstösse gegen die Leinenpflicht

Fast 7000 Personen besuchten im letzten Jahr das Naturzentrum Thurauen.
Fast 7000 Personen besuchten im letzten Jahr das Naturzentrum Thurauen.
Archivfoto: Madeleine Schoder

In den Thurauen sind Ranger unterwegs – 2000 Stunden investierten sie in Patrouillengänge. 95 Verstösse gegen die Schutzverordnung seien festgestellt worden, die meisten beträfen die Leinenpflicht für Hunde.

Das Naturzentrum, das die Saisoneröffnung in diesem Jahr wegen der Corona-Krise verschieben musste, haben 2019 total 6972 Personen besucht. 30 öffentlich ausgeschriebene Veranstaltungen fanden statt sowie 79 Gruppenführungen. Für 1254 Schulkinder ist das Zentrum «ausserschulischer Lernort» für Umweltthemen gewesen.

Hope machte Schlagzeilen

Der Schweizer Chirurg Andreas Messikommer hat zwei Orang-Utan-Weibchen auf Sumatra das Leben gerettet.
Foto: Paneco
Der Schweizer Chirurg Andreas Messikommer hat zwei Orang-Utan-Weibchen auf Sumatra das Leben gerettet.
Foto: Paneco
Foto: Paneco

27 neue Orang-Utans wurden in der Pflege- und Auffangsstation auf Sumatra aufgenommen, die Paneco betreibt. Ein Tier machte auch hierzulande Schlagzeilen: das Weibchen Hope, das mit 74 Luftgewehrkugeln im Körper eingeliefert wurde. Es wurde notoperiert. Im Jahresbericht heisst es, Hope werde nie mehr sehen können. Wenn sie genesen ist, wird sie im «Otang Utan Haven» leben: Inseln im Regenwald für Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. 19 Orang-Utans seien im letzten Jahr in zwei Gebieten auf Sumatra wiederangesiedelt worden, weitere 10 bis 15 dürften es in diesem Jahr sein.

Im Jahresbericht sind auch die Finanzen der Stiftung aufgeschlüsselt. Rund vier Millionen Franken wurden demnach bei «Geldsammeltätigkeiten» eingenommen, eine weitere halbe Million durch erbrachte Leistungen. Das meiste Geld, fast 60 Prozent, wird in das Orang-Utan-Schutzprogramm investiert.