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Arbeitslosenquote steigt um 0,2 Prozent

Im Kanton Zürich hat die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2015 um 1277 Personen zugenommen.

Ende 2015 waren 30'684 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons arbeitslos gemeldet.
Ende 2015 waren 30'684 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons arbeitslos gemeldet.
Keystone

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich stieg im letzten Jahr von 3,7 auf 3,9 Prozent, teilt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Freitag mit. Die Zunahme sei hauptsächlich auf saisonale Effekte im Baugewerbe zurückzuführen. Ende 2015 waren 30'684 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons arbeitslos gemeldet. Der Kanton Zürich liegt mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent weiterhin 0,2 Prozentpunkte über dem Schweizer Schnitt.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit betrifft zu einem grossen Teil das Baugewerbe, in dem gegenüber dem Vormonat 497 zusätzliche Arbeitslose gemeldet wurden. Ein Plus von 237 Fällen gab es bei den «sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen». Dazu gehören temporär Angestellte, insbesondere im Baugewerbe und im Garten- und Landschaftsbau, die im Winter keine Anstellung mehr haben.

Bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen nahm die Zahl der Arbeitslosen um 146 zu. Hauptsächlich betroffen sei die Untergruppe «Firmenaktivitäten von anderen Gesellschaften», heisst es in der Mitteilung. Laut AWA scheinen hier die «Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld» seit einiger Zeit Anpassungen im Personalbestand zur Folge zu haben. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in den Branchen Verkehr und Transport ( 57), Gastgewerbe ( 48) und Detailhandel ( 34) sind gemäss AWA ebenfalls vorwiegend saisonal bedingt.

Im ganzen Jahr 2962 Arbeitslose mehr

Der Arbeitsmarkt war im vergangenen Jahr geprägt von der Aufwertung des Frankens und der verlangsamten Konjunktur. Über das ganze Jahr gesehen stieg die Arbeitslosenquote von 3,5 auf 3,9 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 2962 Personen an. Betroffen davon sind praktisch alle Berufsgruppen und Wirtschaftszweige, besonders aber die Industrie als Folge der Frankenaufwertung.

Der Einfluss auf die gesamte Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich sei «zwar spürbar, aber nicht alarmierend», weil es im Vergleich zum Dienstleistungssektor in der Industrie weniger Beschäftigte und damit auch weniger Arbeitslose gebe.

Bescheidenes Wachstum in kommenden Monaten

Der starke Franken belaste die Industrie, den Handel und das Gastgewerbe weiterhin. Die Branchen des Finanzsektors und die Unternehmensdienstleistungen seien dagegen «in recht guter Verfassung», heisst es in der Mitteilung.

Auch bei den Baubranchen sei die Wirtschaftsdynamik trotz einer langsameren Gangart noch kräftig. Das AWA rechnet damit, dass die Zürcher Wirtschaft in den kommenden Monaten «auf dem Weg eines bescheidenen Wachstums» bleibt.

SDA/ori

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