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ASTRA will Spurabbau im Milchbucktunnel beibehalten

Das ASTRA veröffentlichte am Dienstag zwei Gutachten, die den Spurabbau im Milchbucktunnel stützen.

Seit September 2014 haben die Autofahrer im Milchbucktunnel weniger Platz.Die Zürcher Sektion des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) sowie eine Einzelperson legten dagegen Beschwerde ein.Das ASTRA gab deshalb zwei Gutachten in Auftrag, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Gutachten stützen die bisherige Haltung des Bundes.
Seit September 2014 haben die Autofahrer im Milchbucktunnel weniger Platz.Die Zürcher Sektion des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) sowie eine Einzelperson legten dagegen Beschwerde ein.Das ASTRA gab deshalb zwei Gutachten in Auftrag, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Gutachten stützen die bisherige Haltung des Bundes.
Keystone

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bleibt dabei: Der Spurabbau im Milchbucktunnel bewähre sich. Dies würden zwei neue Gutachten zeigen. Das ASTRA will das neue Verkehrsregime deshalb vorerst beibehalten. Beim ACS ist man darüber wenig erfreut.

Seit September 2014 haben die Autofahrer im Milchbucktunnel weniger Platz. Das ASTRA verfügte die definitive Sperrung der mittleren Spur. Pro Richtung gibt es seitdem nur noch eine Spur. Dazu kommt ein Pannen- und Rettungsstreifen in der Mitte. Dies sollte Unfälle reduzieren und sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirken.

Die Zürcher Sektion des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) sowie eine Einzelperson waren mit dem Abbau allerdings gar nicht einverstanden und legten Beschwerde ein. Das Bundesverwaltungsgericht gab den Klägern teilweise Recht und schickte die Sache ans ASTRA zurück.

Das Gericht verlangte weitere Abklärungen, vor allem was den Verkehrsfluss betrifft. Untersucht werden sollten auch die städtischen Zufahrtsachsen und die Lichtsignalanlagen.

Das ASTRA gab deshalb zwei Gutachten in Auftrag, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Gutachten stützen die bisherige Haltung des Bundes. Mit dem Spurabbau gebe es weniger Unfälle, heisst es in einer Zusammenfassung des ASTRA.

Stadtauswärts gebe es im Schnitt vier Unfälle weniger pro Jahr. An zwei Punkten, an denen es früher häufig krachte, wurde zudem kein einziger Unfall mehr registriert.

Sechs Sekunden mehr Fahrzeit

Alles wurde jedoch nicht besser: Die Gutachter stellten in einer Simulation auch fest, dass die Autofahrer im Schnitt sechs Sekunden länger brauchen, um durch den Milchbuck zu kommen. Das ASTRA kam aber unter dem Strich zum Schluss, dass die Vorteile überwiegen.

Zudem sei es nicht angebracht, das Verkehrsregime wieder zu ändern, wenn es wegen dem Ausbau der Nordumfahrung und der Einhausung Schwamendingen ohnehin eine neue Verkehrsführung gebe. Sind diese beiden Grossprojekte fertig, will das ASTRA die Situation neu beurteilen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Das ASTRA publizierte deshalb gleichentags eine Verfügung, die den heutigen Zustand bestätigt. Beim ACS ist man über diese Verfügung wenig erfreut. Man werde sie sehr kritisch anschauen, sagte Lorenz Knecht von der Zürcher Sektion des ACS auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Es sei gut möglich, dass der ACS diese Verfügung anfechte. Dann müsste sich das Bundesverwaltungsgericht erneut mit dem Spurabbau befassen. Entscheiden wird der ACS-Vorstand Anfang Oktober.

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