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Bei Aufnahme ins Kurzgymi zählen Vorleistungen auch in Zukunft

Bei der Aufnahme ins Kurzgymnasium werden im Kanton Zürich auch künftig die Vorleistungen der Sekundarschüler eine Rolle spielen. Dies beschloss der Zürcher Kantonsrat mit 86 zu 76 Stimmen.

Der Zürcher Kantonsrat will, dass Vornoten von Sekundarschülern auch weiterhin für die Gymiprüfung zählen: Unterricht am Gymnasium Rämibühl in Zürich.
Der Zürcher Kantonsrat will, dass Vornoten von Sekundarschülern auch weiterhin für die Gymiprüfung zählen: Unterricht am Gymnasium Rämibühl in Zürich.
Keystone

Der Regierungsrat hatte im März 2012 entschieden, das Reglement für die Aufnahme an Mittelschulen ab Schuljahr 2015/16 zu ändern und künftig auch Sek-B-Schüler zur Gymiprüfung zuzulassen. Damit solle die Chancengleichheit erhöht werden.

Als Folge davon könne aber nicht wie bisher auf die Erfahrungsnote abgestellt werden, weil die Noten der Sek-Abteilungen A und B aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen nicht vergleichbar seien, argumentierte er.

Daraufhin hatten Grüne, EVP und SP in einer Parlamentarischen Intitiative (PI) gefordert, die Aufnahmeprüfung ins Kurzgymnasium abzuschaffen. Knapp mit 61 Stimmen wurde die Initiative im Juni 2013 vorläufig unterstützt.

Vorleistungen «angemessen berücksichtigen»

Bei der Beratung im Februar dieses Jahres hielten nur noch die Grünen an der Abschaffung der Prüfung fest, während die anderen Befürworter der abgeänderten PI der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) den Vorzug gaben.

Beim Aufnahmeverfahren müssten zusätzlich zur Aufnahmeprüfung die Vorleistungen der Schülerinnen und Schüler «angemessen berücksichtigt» werden, wurde beantragt. In welcher Form dies erfolgen soll, wird offen gelassen.

In der ersten Lesung im Februar trat der Kantonsrat nur knapp mit 80 zu 79 Stimmen auf die Vorlage ein. Nun wurde die Änderung des Mittelschulgesetzes mit den Stimmen von SP, Grünen, AL, GLP, BDP, EVP und EDU gutgeheissen.

SDA/mst

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