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Bruno Zuppiger ist tot

Bruno Zuppiger (SVP), Ex-Nationalrat und ehemaliger Bundesratskandidat, ist in der Nacht auf Freitag verstorben. Die Todesursache ist ein plötzliches Herzversagen.

Nationalrat Bruno Zuppiger (SVP) ist in der Nacht auf Freitag gestorben.
Nationalrat Bruno Zuppiger (SVP) ist in der Nacht auf Freitag gestorben.
Keystone

Der ehemalige Nationalrat Bruno Zuppiger (SVP) aus Hinwil ist in der Nacht auf Freitag, 19. Februar 2016, wenige Tage vor seinem 64. Geburtstag verstorben. Dies bestätigen verschiedene Quellen aus dem näheren Umfeld des ehemaligen Bundesratskandidaten.

Als Todesursache wird ein plötzliches Herzversagen angegeben. Jedoch konnte die Gemeinde Hinwil, wo Zuppiger wohnte, dessen Tod noch nicht offiziell bestätigen. Der ehemalige Oberst der Schweizer Armee war verheiratet und hatte fünf Kinder.

Gemeinde-, Kantons- und Nationalrat

Während seiner politischen Laufbahn hatte Zuppiger verschiedene Ämter inne. Von 1982 bis 1990 war er Gemeinderat in Hinwil, stand dem Bau- und Sicherheitsressort vor. Danach amtete der Lehrer während acht Jahren als Kantonsrat des Kantons Zürich, bevor er 1999 in den Nationalrat gewählt wurde. Er vertrat die SVP bis 2012 in der Landesregierung.

Zuppiger wurde im Vorfeld der Bundesratswahlen 2011 von der SVP-Fraktion als Kandidat nominiert. Doch die «Weltwoche» deckte Unregelmässigkeiten bei der Verwaltung einer Erbschaft einer früheren Mitarbeiterin auf, worauf die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich ein Strafverfahren gegen ihn einleitete.

Im Oktober 2012 erhob die Staatsanwaltschaft gegen ihn und einen seiner früheren Mitarbeiter Anklage mit dem Vorwurf, insgesamt rund 240'000 Franken veruntreut und unter anderem zur Bezahlung von Rechnungen der eigenen Unternehmung verwendet zu haben.

Kandidatur zurückgezogen

In einem abgekürzten Verfahren anerkannten die Angeschuldigten diesen Vorwurf und einigten sich mit der Staatsanwaltschaft auf bedingte Freiheitsstrafen von je 13 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zuppiger trat als Folge der Affäre aus dem Nationalrat zurück und auch als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Auch seine Kandidatur als Bundesrat zog er zurück. Seit seiner Verurteilung 2013 war es ruhig um ihn geworden.

avu/zol

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