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Bündner Regierung gegen Schaffung eines Bistums Zürich

Die Bündner Regierung will nicht, dass das Bistum Chur geschwächt wird. Sie spricht sich gegen eine Aufspaltung der Diözese aus und erteilt einem allfälligen Bistum Zürich eine Absage.

Die Bündner Regierung will die Diözese Chur nicht aufspalten: Ein Bistum Zürich sei nicht erwünscht.
Die Bündner Regierung will die Diözese Chur nicht aufspalten: Ein Bistum Zürich sei nicht erwünscht.
Keystone

Das Bistum Chur soll nicht geschwächt werden, findet die Bündner Regierung und spricht sich gegen eine Aufspaltung der Diözese aus. Sie erteilt einem allfälligen Bistum Zürich eine Absage.

Stellung genommen hat die Kantonsregierung am Donnerstag im Rahmen einer im März vom Churer Bischof Vitus Huonder lancierten Umfrage. Der katholische Oberhirte will die Stimmung hinsichtlich der Schaffung eines Zürcher Bistums auszuloten.

Kein Bischofsitz in Zürich

Sie sei der Ansicht, dass eine Aufspaltung der Diözese Chur «eine empfindliche Schwächung und Marginalisierung des Bistums zur Folge hätte», schrieb die Bündner Regierung. Der Idee, den Namen Zürich in der Bezeichnung der Diözese ausdrücklich zu erwähnen («Bistum Chur-Zürich»), steht sie skeptisch bis ablehnend gegenüber.

Nichts wissen will die Exekutive zudem von einer allfälligen Verlegung des Bischofssitzes nach Zürich. Sie würde sich dem «vehement widersetzen», so die Kantonsregierung.

Die Exekutive erinnert daran, dass das Bistum Chur seinen Namen seit der Entstehung im fünften Jahrhundert trage. Die Diözese sei seither trotz verschiedener territorialer Änderungen niemals in Frage gestellt worden.

Mit der Namensgebung des Bistums Chur werde klar zum Ausdruck gebracht, dass sich der Sitz des Bischofs in der Hauptstadt des Kantons Graubünden befinde. An dieser Jahrhunderte alten Situation solle nicht gerüttelt werden.

SDA/mcp

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