Niederhasli

Was aus dem «Motorhauben-Büsi» wurde

Vor einem Jahr war ein junges Büsi unter der Motorhaube eines Autos vom Oberland ins Unterland mitgefahren. Der Kater wurde Rocky getauft, ist mit Sugar befreundet und hat immer noch eine Vorliebe für ungewöhnliche Verstecke.

Kater Rocky hat sich in seiner neuen Heimat in Niederhasli bestens integriert. Das neugierige Büsi war als blinder Passagier unter der Motorhaube eines Autos von Bäretswil im Zürcher Oberland ins Unterland gelangt.

Kater Rocky hat sich in seiner neuen Heimat in Niederhasli bestens integriert. Das neugierige Büsi war als blinder Passagier unter der Motorhaube eines Autos von Bäretswil im Zürcher Oberland ins Unterland gelangt. Bild: pd

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Christine Meier bezeichnet Rocky als Goldschatz. «Er ist ein schlauer, fröhlicher und hübscher Bursche, der uns viel Freude macht», sagt die Besitzerin. Der junge Kater hatte vor einem Jahr eine abenteuerliche Fahrt hinter sich, nachdem er sich unter der Motorhaube eines Autos versteckt hatte. Er fuhr mit dem Ehepaar Bolliger 40 Kilometer weit auf der Autobahn von Bäretswil im Zürcher Oberland nach Lufingen. Dort kam plötzlich ein Pfötchen zum Vorschein, als die Bolligers ein Miauen gehört und den Motor kon­trol­lier­t hatten.

Das Büsi hatte sich vermutlich wegen des ohrenbetäubenden Lärms während des Motorradrennens Supermoto in Bäretswil unter der Haube versteckt. Die Bauernhofkatze gehörte EVP-Kantonsrat Gerhard Fischer, wie sich später herausstellte. Dieser bot den Bolligers an, das Büsi zu behalten. Jedoch gaben es diese schweren Herzens an die Familie Meier in Niederhasli weiter, weil ihr 14-jähriger Kater Moritz den Kleinen nicht mochte. Bei den Meiers in Niederhasli hat sich der mittlerweile Rocky getaufte Kater bestens integriert. «Er ist neugierig und treibt Schabernack, er hat ständig neue Ideen», sagt Christine Meier schmunzelnd. Das gut ein Jahr alte Büsi sei aber auch sehr anhänglich. «Ich habe manchmal das Gefühl, dass er sein Mami vermisst.»

Er entdeckt jede Nische

Den Namen Rocky habe einer ihrer drei Söhne vorgeschlagen, weil der Kater eine Art Fels in der Brandung für die Familie sei. Das Wort «rock» bedeutet im Englischen Stein oder Fels. «Meine Söhne fragen als Erstes nach Rocky, wenn sie nach Hause kommen», sagt Meier. Er sei unterdessen der Mittelpunkt der Familie geworden.

Seine Vorliebe, sich an aussergewöhnlichen Orten zu verstecken, ist aber auch ein Jahr nach der 40 Kilometer weiten Autobahnfahrt geblieben. So habe der rothaarige Kater jede Nische zwischen den Balken des alten Bauernhauses der Meiers gefunden und sich darin versteckt. Die Familie musste deshalb den Zugang zu diesen versperren.

Schreckhaft sei der Kater, wenn er laute Geräusche höre. So renne er jedes Mal weg, wenn ein Quartierbewohner mit seinem Töff vorbeifahre. Integriert hat sich Rocky nicht nur in der Familie Meier, sondern auch in deren Quartier in Niederhasli. So zieht er regelmässig mit seiner Freundin Sugar, der Nachbarskatze, um die Häuser. ()

Erstellt: 15.07.2015, 13:58 Uhr

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