Zum Hauptinhalt springen

Das Theater Spektakel beginnt früher

Damit die Street Parade und das Theater Spektakel nicht gleichzeitig stattfinden, startet das Theater Spektakel dieses Jahr bereits anfangs August.

Sechs Kontinente sind am Spektakel vertreten.
Sechs Kontinente sind am Spektakel vertreten.
Keystone

Erstmals beginnt das Theater Spektakel dieses Jahr nicht mit dem Ende der Zürcher Sommerferien, sondern bereits am 6. August, also eine Woche früher. Der Grund liegt in der Sanierung der Quaibrücke und als Folge davon in der Verschiebung der Street Parade auf den 29. August. «Das Theater Spektakel und die Street Parade gleichzeitig, das geht nicht», betonten die Organisatoren des Spektakels am Freitag vor den Medien unisono.

Abstriche beim Programm machen sie nicht. Wie jedes Jahr dominieren die Sparten Theater, Tanz, Zirkus und Performance, wobei deren reine Formen, so Programmleiter Sandro Lunin, immer seltener werden. Tanz spricht auch mit Worten, Theater tanzt, oder Zirkus und Clownerie paart sich mit Musik.

Tänzerischer Dialog

Am Spektakel vertreten sind sechs Kontinente. Zahlreiche der 40 Produktionen thematisieren das Thema «Macht und Körper», genauer: «Wie schreibt sich Macht im Körper ein?». Mit aller Deutlichkeit stellt die Choreographie «We Love Arabs» diese Frage. Der israelische Tänzer Hillel Kogan bringt sie zusammen mit seinem palästinensischen Kollegen Adi Boutrous auf die Bühne «Süd».

Um strukturelle Macht und das Leiden des Menschen geht es auch in Milo Raus Theaterperformance «The Dark Ages». Rau, der das soeben in Berlin zu Ende gegangene «Kongo Tribunal» organisierte, lässt fünf Schauspielerinnen und Schauspieler aus Osteuropa ihre Erlebnisse von Flucht und Krieg, von Heimatlosigkeit und Verzweiflung erzählen.

Clownerie und Jazz

«Hallo» heisst das zirzensisch-clowneske Stück des Schweizer Bewegungskünstlers Martin Zimmermann. Er betreibe mit seinem poetischen Solo «das uralte Narrenspiel um Sein und Schein», schreibt die Medienverantwortliche des Spektakels, Esther Schmid, im Programmheft. Begleitet wird Zimmermann vom Schweizer Jazzpianisten Colin Vallon, der zudem in einem Solokonzert zu hören ist.

Programmiert sind erneut auch kurze Stücke, «Short Pieces». Eingeladen hat Lunin acht Solos von Nachwuchsperformern aus Indonesien, Libanon, Südkorea, Sri Lanka oder aus der Ukraine.

Stimmkunst und Akkordeon

Bleibt die Sparte «Konzerte & Spoken Word». Erwähnt seien hier das Fado-Konzert der portugiesischen Sängerin Gisela João, die schweizerisch-österreichisch-kongolesische Produktion «Oloid live & Ndima Aka-Pygmäen», an der auch der Stimmkünstler Christian Zehnder mitwirkt, und schliesslich der Auftritt von «Otto Lechner & Wiener Ziehharmoniker», zu denen sich auch der Akkordeonist Hans Hassler und der Schwyzerörgeler Fränggi Gehrig gesellen.

SDA/ori

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch