Zum Hauptinhalt springen

Der pünktliche Einzelkämpfer

Er fuhr S-Bahnen, Schnellzüge und sogar Güterzüge – 25 Jahre lang. Am Donnerstag hiess es für Lokomotivführer Felix Stark «Endstation Rapperswil».

Seine letzte Dienstfahrt absolvierte Felix Stark mit der S7 von Rapperswil nach Winterthur - und wieder zurück.

An seinem letzten Arbeitstag muss der Lokführer früh aus den Federn – richtig früh. Um 4.50 Uhr ist Dienstantritt im Zugdepot Rapperswil. Früher habe ihm das nichts ausgemacht, sagt Felix Stark, 62-jährig, aus Dürnten, doch jetzt, im Alter, setze es ihm ein wenig zu. Einen starken Kaffee, schwarz, ohne Zucker, trinkt er um Viertel nach fünf mit seinem Chef. Danach steigt er in die Führerkabine des Zuges, wie er es über 25 Jahre lang gemacht hat, tagein, tagaus. An diesem Morgen ist es eine S15. Um 5.44 Uhr fährt der Zug los, von Rapperswil bis nach Affoltern und wieder zurück. Eine kurze Znünipause, dann geht Felix Stark auf dem Plan die nächste Fahrt durch, seine letzte. Diesmal eine S7, wiederum ausgehend von Rapperswil. Nach dieser Fahrt wartet auf ihn der verdiente Ruhestand. Und er will pünktlich in Rapperswil eintreffen – Pünktlichkeit sei das Steckenpferd eines jedes Lokführers. Nur dreimal habe er verschlafen, dreimal in insgesamt 32 Dienstjahren bei den SBB. Er sagts mit einem gutmütigen Grinsen, richtet das Käppi, dreht sich kurz zu seinen Gästen im Führerstand. Nächster Halt: Meilen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.