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Entschädigung für Spitalratspräsident wird verdoppelt

Der Zürcher alt Stadtrat Martin Waser darf sich freuen: Für seine neue Tätigkeit als Präsident des Spitalrates erhält er künftig 120'000 statt 60'000 Franken.

Für seine neue Tätigkeit als Präsident des Spitalrates erhält der Zürcher alt Stadtrat Martin Waser künftig 120'000 statt 60'000 Franken.
Für seine neue Tätigkeit als Präsident des Spitalrates erhält der Zürcher alt Stadtrat Martin Waser künftig 120'000 statt 60'000 Franken.
Keystone

Für seine neue Tätigkeit als Präsident des Spitalrates erhält der Zürcher alt Stadtrat Martin Waser künftig 120'000 statt 60'000 Franken. Der Zürcher Regierungsrat begründet die Verdoppelung unter anderem mit mehr Aufwand wegen Lobbyarbeit für das umstrittene Bauprojekt «Berthold» im Hochschulquartier.

Rund um die Universität, das Universitätsspital und die ETH Zürich sollen in den nächsten rund 30 Jahren neue Gebäude, Parks und ein Campus-Boulevard entstehen. Widerstand gegen dieses Generationenprojekt mit Namen «Berthold» formiert sich vor allem aus dem betroffenen Quartier und der Architektenszene.

Für eine erfolgreiche Aufgleisung und Umsetzung des Vorhabens brauche es «politisches Lobbying und eingehende Öffentlichkeitsarbeit», hält der Regierungsrat in einem kürzlich publizierten Beschluss fest, über den die «NZZ» am Dienstag berichtete.

Diese Arbeit könne nur sehr begrenzt delegiert werden. Soll sie erfolgreich sein, erfordere sie das persönliche Engagement des Präsidenten des Spitalrates, schreibt der Regierungsrat weiter. Als Präsident amtet seit 2014 alt Stadtrat Martin Waser (SP).

Bei der ersten Wahl des Gremiums 2006 ging der Regierungsrat noch von einer Arbeitsbelastung von 20 bis 30 Stellenprozent aus und legte die Entschädigung für den Präsidenten auf 50'000 Franken fest. 2011 wurde sie dann um 10'000 Franken erhöht, weil das Amt doch mehr Aufwand bereitete.

Nun geht der Regierungsrat von 60-80 Stellenprozent aus. Die anderen Mitglieder des Spitalrates erhalten weiterhin 30'000 Franken.

Vergleich mit anderen Kantonen

Als weiteren Grund für mehr Lohn nennt der Regierungsrat auch die Bezahlung in anderen Kantonen. Das Präsidium des Verwaltungsrates des Inselspitals Bern wird laut Regierungsrat mit 132'000 Franken entgolten - zuzüglich einer Tagespauschale von 800 Franken für bis zu 165 Tage pro Jahr.

Der Verwaltungsratspräsident des Universitätsspitals Basel erhält eine jährliche Entschädigung in der Höhe von 120'000 Franken - zuzüglich eines Sitzungsgeldes für die Sitzungen des Verwaltungsrates und der Ausschüsse von 600 Franken pro Halbtag.

Der Spitalverbund St.Gallen vergütet das Spitalratspräsidium mit 80'000 Franken. Hinzu kommt ein Sitzungsgeld von 1000 Franken pro Tag. So kämen jährlich etwa 120'000 Franken zusammen. Eine Summe, die dem Zürcher Regierungsrat als «sachgerecht» erscheint.

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