Kloten

Fliegen ohne Lärm

Piloten brauchen heute für Umschulungen weder Flugzeuge noch Flugplätze. Gestern wurde im Gebäude von Swiss Aviation Training (SAT) nach einer Einweihungszeremonie der neue Boeing-777-Simulator vorgestellt.

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Nach einer Bauzeit von nur vier Monaten steht in Kloten ein Boeing-777-Simulator für Pilotenschulungen bereit. Allerdings dauerte die Vorbereitungszeit um einiges länger. Mehr als zwei Jahre musste geplant werden, um das Projekt zeitgerecht umzusetzen. Operationschef des Swiss Aviation Trainings, COO David Birrer, war gestern bei der Einweihung sichtlich erleichtert: «Wir sind am Ziel, nach einer sehr langen, intensiven Arbeitsphase.»

Alten Simulator umgebaut

Das Aussergewöhnliche am neuen Simulator ist: Er wurde nicht direkt ab Werk gekauft. Das SAT-Management und die Swiss entschlossen sich, einen nicht mehr benötigten Airbus-A330-Simulator umzubauen. Ein solcher Umbau ist weltweit einzigartig. Durch den Umbau liess sich der finanzielle Aufwand reduzieren. Ein neuer B-777-Simulator kostet rund 15 Millionen Franken. Alle Arbeiten erfolgten vor Ort, sechs Kilometer Kabel wurden dazu benötigt.

Steuerrad mit zwei Hörnern

Marcel Witzig, CEO des SAT, machte auf einen augenfälligen Unterschied zwischen dem alten Airbus- und dem neuen Simulator aufmerksam. Der Sidestick ist von gestern, neu haben die Piloten wieder ein Steuerrad mit zwei Hörnern in der Hand.

Um auch Kabinenpersonal auf den neuen Langstreckenflieger B-777 umzuschulen, stellt das SAT den Kunden, vor allem dem Hauptkunden Swiss, ab Oktober einen Notfalltrainer und Anfang Jahr einen Servicetrainer zur Verfügung.

Mit einer imposanten Licht-, Ton- und Nebelschau wurde der Simulator gestern eingeweiht. Piloten benötigen nach der Umschulung kein Flugtraining mehr, der Simulator ist dafür zertifiziert. Jährlich werden darauf 5000 bis 6000 Flugstunden absolviert, ohne dabei einen Tropfen Kerosin zu verbrauchen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.08.2015, 10:24 Uhr

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