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Flughafen sorgt für freie Sicht auf Startpiste

Drei Bäume hat die Flughafen Zürich AG gestern beim Spotterplatz Pistenende in Oberglatt fällen lassen. ­Hintergrund der Massnahme sei eine Neu­gestaltung des Areals.

Die drei Bäume beim Pistenende wurden nicht aus Sicherheitsüberlegungen gefällt. Vielmehr soll das Areal neu gestaltet werden.
Die drei Bäume beim Pistenende wurden nicht aus Sicherheitsüberlegungen gefällt. Vielmehr soll das Areal neu gestaltet werden.
Alexander Lanner

Die gestrige Baumfällaktion am Pistenende in Oberglatt sorgte für Aufregung. Leser haben die ZU-Redaktion darüber informiert. Auch auf dem Forum der Interessengemeinschaft Luftfahrt Schweiz (ILS) schrieb ein Nutzer über die gefällten Bäume. Vor Ort habe er zudem erfahren, dass die Bäume weichen mussten, damit die Spotter freie Sicht auf die Pisten haben. Gegenüber dem ZU wollte am Pistenende niemand über die Gründe für die Baumfällaktion sprechen.Weder die Standortgemeinde Oberglatt noch der lokale Naturschutzverein wussten von der Massnahme. Auf Nachfrage bei der Medienstelle der Flughafen Zürich AG hiess es dazu: «Im Gegensatz beispielsweise zum Areal zwischen den Pisten 16/34 und 14/32 handelt es sich bei der besagten Grünfläche um keine Naturschutzfläche, sondern um eine Grünfläche im Besitz des Flughafens Zürich.» Dort erfolge eine regelmässige Pflege durch das Grünflächenmanagement des Flughafens. «Bei Schutz­gebieten werden die Eingriffe selbstverständlich mit den zuständigen Naturschutzfachstellen vorgängig geplant und koordiniert.»

Sicherheitszonen in und rund um den Flughafen

Die Flughafen Zürich AG ist ­generell für den Unterhalt der ­betrieblichen Grünflächen im und um den Flughafen zuständig. «Ein Ziel der Grünflächenpflege ist die Umsetzung eines Land­managements, das unter anderem die Sicherheit für den Flugbetrieb gewährleistet», heisst es vonseiten des Flughafens. So gelte etwa, dass beidseits von Rollwegen und Pisten sogenannte ­Sicherheitszonen von circa 30 ­beziehungsweise 50 Metern frei­gehalten werden müssen. Zudem gelten auch für die Gebiete in den Sicherheitszonen rund um den Flughafen entsprechende Maximalhöhen, die sich allerdings nach der genauen Position des Objekts richten.

Bäume nicht wegen Sicherheitsbedenken gefällt

Wie der Flughafen ausführt, befanden sich die drei gefällten Bäume nicht innerhalb des Sicherheitszonenplans. So hätten im konkreten Fall auch keine ­Sicherheitsüberlegungen zur Fällung der Bäume geführt. «Die Massnahme stand im Zusammenhang mit einer Neugestaltung auf besagtem Areal», schreibt die Medienstelle. Am gleichen Ort sei eine Neubepflanzung geplant. Generell liege esim Ermessen des Grünflächen-Managements, welche konkreten Massnahmen auf den Grundstücken des Flughafens zur Pflege getroffen werden. Welche Massnahmen für die umliegende Vegetation umgesetzt werden, sei ­deshalb noch offen.

Offen ist dank der Baumfäll­aktion auch die Sicht auf die Piste 16/34. Diese ist nun fast auf der ganzen Länge von weitem einsehbar.

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