Zum Hauptinhalt springen

Führungen im Fraumünster nur noch im Flüsterton

Im Zürcher Fraumünster soll wieder Ruhe einkehren. Über 500'000 Touristen besuchen jährlich das Fraumünster mit seinen berühmten Chagall-Fenstern, über die Hälfte in geführten Gruppen. Aufgrund von Beschwerden über Störungen hat die Kirchgemeinde neue Regeln erlassen, damit wieder Ruhe einkehrt in der Kirche.

Im Fraumünster gibts nur noch Führungen im Flüsterton.
Im Fraumünster gibts nur noch Führungen im Flüsterton.

Die maximale Gruppengrösse wird beschränkt und die Guides müssen sich bei der Kirche weiterbilden. Alle gesprochenen Führungen sind «nur noch im Flüstermodus möglich». Die Flüsterführungen könnten mit audiovisuellen Erlebnissen aus dem Audioguide angereichert werden, heisst es in einer Mitteilung. Die Kirchgemeinde will laut Präsident Martin Zollinger mehr Raum zur persönlichen Andacht bieten.

In den letzten drei Jahren wurden verschiedene Umbauten vorgenommen, am Sonntag startete nun das neue Besuchermanagement als Pilotprojekt, wie die Kirchgemeinde Fraumünster schreibt.

In Gruppen kann die Kirche täglich von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr (im Winter bis 17 Uhr) besucht werden, mittwochs nur von 10 bis 12 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst ab 12 oder 12.30 Uhr. Nicht mehr zugelassen sind mehr als 60 Gruppenteilnehmer gleichzeitig - also beispielsweise eine 60er Gruppe, zwei 30er Gruppen oder drei 20er Gruppen. Alle Besuchergruppen (ab fünf Teilnehmenden) müssen sich anmelden (über ein Formular auf www.fraumuenster.ch).

In der halbjährigen Einführungszeit des neuen Reglements ist ein Eintritt ohne Anmeldung in den vorgegebenen Zeitfenstern nur dann möglich, wenn es die Zahl der Gruppenbesucher zulässt.

Zugang zur Krypta

Die Fraumünster-Krypta, die neu der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, bietet einen neuen umfassenden Einblick in die Geschichte des Fraumünsters, der Reformation und der Stadt Zürich an diesem Ort. Aus Sicherheitsgründen sei für diesen Raum unter dem Chor, der nur für maximal 25 Personen Platz bietet, ein kontrollierter Zugang nötig, heisst es in der Mitteilung.

Erstmals ist auch ein Einblick in die bisher geschlossene Marien- oder Drei-König-Kapelle möglich, allerdings nur nach vorheriger Absprache und unter Aufsicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch