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Gestaltungsplan Überlandpark kommt durch Zürcher Stadtparlament

Das Stadtparlament hat am Mittwoch kurz vor Mitternacht den öffentlichen Gestaltungsplan Überlandpark festgesetzt. Er dient als Grundlage für die Autobahn-Einhausung in Zürich-Schwamendingen.

Schwamendingen in einem Modell der Variante "Einhausung" zwischen Schoeneichtunnel und Verzweigung Aubrugg.
Schwamendingen in einem Modell der Variante "Einhausung" zwischen Schoeneichtunnel und Verzweigung Aubrugg.
Keystone

Der Gestaltungsplan besteht aus Vorschriften und einem Situationsplan. Er schafft die planungs- und baurechtliche Grundlage für Überbauungen und Aussenräume.

Die Einhausung soll dereinst die seit mehr als 30 Jahren bestehende Zäsur zwischen den beiden Quartieren Saatlen und Schwamendingen-Mitte auflösen.

Die Einhausung schützt zudem die Quartiere vor den Lärm- und Feinstaubbelastungen der täglich über 100'000 Fahrzeuge, die den Autobahnabschnitt passieren. Kernstück und grünes Rückgrat ist der auf dem Dach der Einhausung geplante 900 Meer lange Überlandpark.

Der Gestaltungsplan zeigt beispielsweise auf, wie sich die Baustruktur rechts und links des Überlandparks entwickeln könnte. Er legt unter anderem fest, dass Neubauten quer zum Hochpark stehen müssen. Entstehen soll Wohnraum für unterschiedliche Lebensformen und Einkommensschichten.

Rückweisung findet keine Mehrheit

Nicht alle Parteien konnten sich für den Gestaltungsplan erwärmen. Ein Rückweisungsantrag von AL und Grünen fand am Mittwoch im Parlament aber keine Mehrheit. Für die AL kommt der Plan zur Unzeit, da aus ihrer Sicht auf kantonaler Gesetzesebene noch zu vieles unklar ist.

Zudem sucht die AL «verzweifelt eine sozialpolitische Dimension», sagte eine Sprecherin. Es fehlten planerische Massnahmen zu subventioniertem Wohnen. Einkommensschwache Haushalte würden vertrieben. Dies sahen auch die Grünen so.

Hochbauvorstand André Odermatt (SP) wies den Unzeit-Vorwurf vehement zurück. Zudem sei man mit den Genossenschaften «gut unterwegs». Genossenschaften gehört viel Land im betroffenen Gebiet. Weitere Landbesitzer sind Stadt, Kanton und die Kirche.

2006 hatten Parlament und Volk der Einhausung zugestimmt. Bauen soll sie das Bundesamt für Strassen. Die Hauptarbeiten für das 940 Meter lange, 30 Meter breite und 7 Meter hohe Bauwerk zwischen dem Autobahnkreuz Aubrugg und dem Schöneichtunnel sollen 2018 beginnen. Die Einweihung soll 2024 stattfinden.

SDA

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