Kloten

Swiss macht hohen Gewinn

Dank dem tiefen Ölpreis gab es für die Swiss trotz Frankenschock und Umsatzrückgang einen Rekordgewinn. Der neue CEO Thomas Klühr zeigte sich von der Arbeit der Teams in Kloten begeistert, monierte aber die ungenügende Pünktlichkeit.

Am Check-in 1 der Swiss am Flughafen Zürich gingen 2015 mehr Passagiere ein und aus als im Jahr zuvor.

Am Check-in 1 der Swiss am Flughafen Zürich gingen 2015 mehr Passagiere ein und aus als im Jahr zuvor. Bild: Archiv ZU

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Mit 453 Millionen Franken hat die Swiss gestern das nach 2007 und 2008 drittbeste Ergebnis der knapp 14-jährigen Firmengeschichte präsentiert. Dies trotz Frankenschock. Rechnet man diesen weg, würde für die Lufthansa-Tochter sogar ein absoluter Rekord herausschauen. Grund für den hohen Gewinn ist der tiefe Ölpreis. Dieser konnte den Umsatzrückgang von 5,2 auf 5 Milliarden Franken wettmachen.

Der Umsatz pro Passagier sank, und auf Druck von Billigairlines und der Konkurrenz aus dem Mittleren Osten ging die Swiss mit den Flugpreisen runter. Das ist gut für die Kunden, weiss Finanzchef Roland Busch, er rechnet aber damit, dass die Swiss noch intensiver mit dem starken Franken zu kämpfen haben wird, denn es fliegen mittlerweile weniger Touristen in das Hochpreisland Schweiz. In Zeiten von negativen Wirtschaftsnachrichten mit Entlassungen sowie Terrorgefahr reisen zudem auch die Schweizer weniger als im Vorjahr – trotz für sie günstiger Währungssituation.

Pünktlichkeit als Hauptziel

Die Swiss freut sich trotzdem auf die nächsten Monate. Sie erhält dieses Jahr fünf weitere Boeing 777, welche veraltete Airbusse A340 ersetzen. Ab der zweiten Jahreshälfte werden zudem neun Bombardier CS100 für Erstkunde Swiss ab Kloten fliegen und technisch anfällige Jumbolinos ablösen.

Der neue CEO Thomas Klühr stand gestern erstmals vor den Medien und lobte den gemachten Job der 8500 Swiss-Mitarbeiter. Er übernehme ein gut aufgestelltes Unternehmen, das weiter unabhängig bleiben werde.

Einziger Kritikpunkt: 2015 waren nur 76 Prozent der Swiss-Flüge pünktlich – viel zu wenige für Klühr, der die Verbesserung der Pünktlichkeit zu seinem Hauptziel erklärte.

Erstellt: 17.03.2016, 08:45 Uhr

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